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Eklat um «Le Nouvelliste» Walliser Medien spannen gegen Constantin zusammen

Mit einem offenen Brief an Christian Constantin wollen die Walliser Medien ein Zeichen für die Pressefreiheit setzen.

Legende: Audio Interview mit Herold Bieler vom Walliser Bote abspielen. Laufzeit 01:53 Minuten.
01:53 min, aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 24.07.2018.

Die Strafaktion des FC-Sion-Präsidenten Christian Constantin gegen die Zeitung Le Nouvelliste beschäftigt das Wallis weiter. Mit gebündelten Kräften wollen die Walliser Medien nun ein Zeichen setzen. Gemeinsam publizierten sie am Dienstagnachmittag einen Brief an die Adresse Constantins. «Einerseits wollen wir uns solidarisch zeigen, andererseits wollen wir den FC-Sion-Präsidenten daran erinnern, dass in der Schweiz die Pressefreiheit gilt», erklärt Herold Bieler, Chefredaktor der Zeitung Walliser Bote.

Sein Entscheid, alle Medienschaffenden des «Nouvelliste» für die laufende Super-League-Saison aus dem Stade de Tourbillon auszuschliessen, sei schliesslich für die gesamte Walliser Medienlandschaft ein Knall und inakzeptabel. «Er kann nicht einfach eine ganze Leserschaft in Geiselhaft nehmen.»

Ein Zeichen setzen und dann erstmal abwarten

«Wir sind uns durchaus bewusst, dass unser Brief Christian Constantin nicht sonderlich beeindrucken wird», sagt Bieler. Das Schreiben könnte aber ein Anstoss sein. Und zwar unter anderem für die Sponsoren. «Die Walliser Kantonalbank ist ein grosser Geldgeber für den FC Sion. Ich kann mir gut vorstellen, dass die WKB plötzlich den Hahn zudreht, weil auch für sie sonst der Imageschaden zu gross wird.» Bieler erhofft sich ferner Reaktionen vonseiten der Swiss Football League oder auch der SRG.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Michael Deforné (Michael Deforné)
    Die Pressefreiheit ist gewahrt, Journalisten haben ja kein Stadionverbot!
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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Da Volk der Journalisten scheint doch arg an Selbstüberschätzung zu leiden und den Realitätssinn verloren zu haben. Die WKB hätte grössere Probleme, wenn CC bei der Bank das Konto auflöst... und notfalls kauft CC den WB und die Nouvelliste einfach auf. Man kann dann weiterjammern und wie Eure Le-Matin Kollegen streiken, Fakt ist aber, dass ein Streik der Journalisten so gut wie niemanden interessiert. Zuerst tüchtig bashen und dann einen auf "Pressefreiheit" machen, das geht halt nicht....
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  • Kommentar von Michael Deforné (Michael Deforné)
    Was eigentlich , wenn Constantin auch mal den Hahn für den FC Sion zudreht....dann können binnen 2 Jahren die Medien von einem Club aus der Promotion Liga im Lokalteil berichten..Mäzene sind oft eigenwillig... wieviele Zeitungsseiten hat CC in den letzten Jahren mit seinen Storys gefüllt? Ist der Nouvelliste darauf wirklich angewiesen, dass er sich nicht mal mehr ein Stadion Abo nicht leisten kann ?
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    1. Antwort von Erich Singer (liliput)
      Es geht hier um Pressefreiheit und nicht die Storys von CC!!
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