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Elf Verletzte in Bern
Aus Tagesschau am Vorabend vom 26.02.2017.
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Gewalt bei Protestkundgebung Elf Verletzte bei erneuten Ausschreitungen in Bern

Es war die dritte Protestkundgebung innert einer Woche. Dabei wurden am Samstagabend mehrere Personen verletzt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Samstagabend kam es zur dritten Protestkundgebung in Bern binnen einer Woche.
  • Die Polizei verhinderte einen Marsch in die Innenstadt im Rahmen der Kundgebung «Freiräume statt Zwangsräumung».
  • Vermummte errichteten Strassenbarrikaden und zündeten diese teilweise an. Zahlreiche Fahrzeuge wurden stark beschädigt.
  • Elf Menschen wurden verletzt.

Nach der gewaltsamen Räumung eines besetzten Hauses an der Effingerstrasse am letzten Mittwoch hatte die Gruppe «RaumRaub» für Samstag zu einer Kundgebung aufgerufen, um für «Freiräume statt Zwangsräumung» zu demonstrieren. Gegen 20.40 Uhr setzte sich ein erster Umzug auf der Schützenmatte in Bewegung.

Mehrere Demos

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Bereits am Freitagabend hatte die Polizei einen sogenannten «Knastspaziergang» verhindert und die unbewilligte Kundgebung mit Wasserwerfern und Tränengas aufgelöst. Am Mittwochabend hatte die Polizei einen Protest-Umzug zunächst toleriert, griff aber ein, nachdem es aus dem Umzug heraus in der Länggasse zu massiven Sachbeschädigungen gekommen war.

Um einen Weiterzug der Kundgebung in die Innenstadt zu verhindern, riegelten die Einsatzkräfte sämtliche Zufahrtsstrassen rund um die Schützenmatte ab. Rund 50 Vermummte errichteten in der Folge Strassenbarrikaden und zündeten diese teilweise an. Zudem ging ein Lieferwagen in Flammen auf. Zahlreiche auf einem Parkplatz abgestellte Fahrzeuge wurden stark beschädigt. Zur Brandbekämpfung stand ein Löschzug der SBB im Einsatz.

Verletzte auf beiden Seiten

Aus der Menge heraus flogen Steine, Feuerwerkskörper und andere Wurfgegenstände auf die Polizeikräfte. Zudem seien die Einsatzkräfte mit Lasern geblendet worden, schreibt die Polizei. Zwei Mitarbeiter der Transportpolizei sowie acht Polizisten wurden durch Laserattacken und Wurfgeschosse verletzt.

Die Kantonspolizei Bern wiederum setze mehrmals Gummischrot, Reizstoff und Wasserwerfer ein. Gegen 22.30 Uhr zogen sich die Demonstranten in die Reitschule zurück.

Sechs Personen wurden vorübergehend festgenommen. Ein mutmasslicher Demonstrant wurde verletzt ins Spital gebracht. Die Gruppe «RaumRaub» ihrerseits schrieb am Sonntag in einem Communiqué von mindestens zwei Personen, die von der Polizei schwer verletzt worden seien.

Rotgrüne Regierung steht hinter Polizei

Die Berner Stadtregierung bedauerte am Sonntag die Ausschreitungen der letzten Tage «zutiefst» und rief zum Dialog auf. Kundgebungen seien ein wichtiger Teil des demokratischen Prozesses, doch dürften sie nicht in Gewalt gegen Menschen und Sachbeschädigungen münden.

Die Urheber der Gewaltanwendungen sollen zur Rechenschaft gezogen werden, forderte die Stadtregierung. Sie hoffe, dass es der Kantonspolizei gelinge, jene Personen zu ermitteln, die Straftaten verübt hätten.

«RaumRaub» kündigte am Sonntag an, auch weiter «keine Ruhe» zu geben. Man wolle die «freigesetzte Energie und die verschiedenen Widerstandsformen sichtbar machen».

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191 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI  (Aetti)
    Es ist schon so, Bern hat grosse Demos gehab mit grossen Zerstoerungen, aber heute geht man nicht nur gegen Gut und Sache vor sondern gezielt gegen die Gesundheit von Ordnungskraeften mit zB Lasern die gut getroffen das Auge permanent zerstoeren koennen, oder Sprengkoerpern die sogar z Tode fuehren koennen. Da gibt es mE keine \Schonung mehr, weder fuer die saeumige Politik noch fuer die Chaoten. Egal ob von Rechts oder Links!!!!!
  • Kommentar von Heinrich Zimmermann  (Heinrich Zimmermann)
    Mein Rezept: Bei jeder Protestaktion, vorangekündigt damit sie es wissen das sie keinen Persönlichkeitsschutz mehr genießen, gezielt ein paar Chaoten festnehmen, Personalien aufnehmen, photographieren und ins Netz stellen. Wetten wir haben umgehend Ruhe.
  • Kommentar von M T  (Mybco)
    Ich habe mit Bern kein Erbarmen! So lange immer wieder aufs neue Links gewählt wird und die Reitschule als Streichelzoo angeschaut wird, muss Bern genau damit leben!
    1. Antwort von L. Leuenberger  (L.L.)
      Und weiterhin Gelder aus dem Nationalfond kassieren....?