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Erhoffter Aufschwung? Stadt Biel lockt Besserverdienende an

Nach Biel ziehen vermehrt Personen mit einem höheren Einkommen. Das hat direkte Auswirkungen auf die Finanzen.

Die Stadt Biel hat trotz engem Finanzkorsett in den vergangenen Jahren verschiedene Projekte angepackt. Nun sieht sie sich in ihrer Politik bestätigt.

Der Steuerertrag der natürlichen Personen nahm gegenüber dem Vorjahr um 4,46 Millionen Franken zu, wie die Stadt Biel am Montag mitteilte. Dieser Effekt wurde durch Zuzüge und einen über den Erwartungen liegenden Ertragszuwachs aus einer Steuererhöhung erzielt.

Blick für die Zukunft

Über die gutverdienenden Zuzüger freut sich die Stadt besonders. Sie schliesst daraus, dass sich die Investitionen der letzten Jahre in die städtische Infrastruktur und den Service Public gelohnt haben. Der strategische Entscheid des Gemeinderates, trotz angespannter Finanzlage «nicht den Blick für die Zukunft zu verlieren», habe sich ausbezahlt, bilanzieren die Stadtbehörden.

Die Stadt hat zum Beispiel in Kindergärten und Schulen investiert. Der Gemeinderat zeigte sich denn auch zuversichtlich, dass mit den noch im Bau befindlichen grossen Projekten Biel für Zuzüger noch attraktiver wird.

Leicht rote Zahlen

Leicht rote Zahlen

Die Rechnung 2017 der Stadt Biel schliesst mit einem leichten Defizit von 1,85 Millionen Franken ab. Das Budget ging, nach einer Entnahme von 9,7 Millionen Franken aus Spezialfinanzierungen, von einem ausgeglichenen Ergebnis aus. Nun mussten die Spezialfinanzierungen nicht angetastet werden. Hingegen forderte die Stadt die mit dem Energie Service Biel vereinbarte Sonderdividende von 3,5 Millionen Franken ein.

Bei den juristischen Personen ist die Entwicklung nicht ganz so rosig wie bei den natürlichen Personen. Hier setzte die anhaltende Frankenstärke vor allem der Exportindustrie im Luxusgüterbereich zu, wie die Stadt weiter schreibt. Das leichte Defizit wertet die Stadt in Anbetracht des wirtschaftlichen Umfelds als «nicht beunruhigend».

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Nicht Berufsleute mit 2-3 Ausbildungen zogen vermehrt nach Biel. Aus "gut unterrichteter Seite" sind es vorallem Bundesbeamte und sonstige gut bezahlte (mittelständische!) Amststellen, die in den letzten Jahr nach Biel ausgelagert wurden! Natürliche Personen, mit den ehrlichsten Steuererklärungen bringen trotzdem nicht so hohe Steuerneinnahmen, wie juristische Wohnsitznehmende! Wer eine Firma in Biel eröffnen will, muss sowieso gut qualifizierte Mitarbeiter ausserhalb von Biel rekrutieren!
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  • Kommentar von Alex Terrieur (Imfeld)
    ...ab wann ist man der Besserverdienende in Biel?
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