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Eskalation bei Reitschule Flaschen, Steine, Tränengas: Verletzte bei der Berner Reitschule

Bei einem Polizeieinsatz sind am Samstagabend bei der Reitschule in Bern mehrere Personen verletzt worden.

Polizisten auf dem Vorplatz
Legende: Polizeieinsatz in der Nacht auf den 2. September 2018 vor der Reitschule in Bern. zvg/Mediengruppe der Reitschule

Vermummte hätten ihre Leute mit Flaschen, Steinen, Eisenstangen und Feuerwerkskörpern beworfen, teils auch vom Dach der Reitschule aus, schreibt die Polizei. Sie setzte ihrerseits Gummischrot und Reizstoff ein. Eine Polizeipatrouille sei bei der Schützenmatte präventiv unterwegs gewesen, als sie angegriffen worden sei, sagte ein Mediensprecher der Berner Kantonspolizei gegenüber der Agentur Keystone-SDA.

Drei Polizisten wurden laut Polizeimitteilung verletzt, zwei davon mussten ins Spital. Ein Ambulanzteam betreute vor Ort mehrere Personen, die wegen der Reizstoffe Beschwerden hatten. Acht Personen wurden von der Polizei angehalten und auf eine Polizeiwache gebracht.

«Unverhältnismässig und gefährlich»

Die Mediengruppe der Reitschule verurteilt den Polizeieinsatz als gewalttätig, unverhältnismässig und gefährlich. Die Polizei habe Gummigeschosse auch auf Kopfhöhe abgeschossen, sie habe dutzende Leute verletzt. Mindestens eine Person sei noch im Spital.

Zudem habe die Polizei einige der eingesetzten Gummigeschosse mit Smileys und anderen Beschriftungen versehen. «Die Polizei scheint sich über die Leute, auf die sie schiesst, lustig zu machen und untermauert damit den Verdacht einer geplanten Eskalation», heisst es in der Mitteilung.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Wie lange muss die schweizerische Bundeshauptstadt eigentlich noch praktisch jedes Wochenende mit solchen negativen Schlagzeilen für Aerger und Unverständnis sorgen? Die Polizei in den Städten wird nur noch für Fussball-Radaumacher und vermummte Linkschaoten zum Dienst gerufen! Wer steckt eigentlich hinter dieser Entwicklung? Diese Frage will und kann eine linke Stadtregierung nie ehrlich und sachlich beantworten! Allen Anderen wird die Schuld zugewiesen!
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  • Kommentar von Hugo Köppel (Huk)
    Hätten Reto Nause genau so viele Polizisten mit derselben Strategie wie am Samstag gegen die Fussballfans von Zagreb eingesetzt, dann wäre es wohl nicht zu den massiven sexuellen Übergriffen dieser Fans an Frauen gekommen. So scheint es, dass Nause sexuelle Übergriffe von Fussballfans als weit weniger gravierend einstuft, als junge Menschen, die vor der Reithalle ihren Abend verbringen wollen....
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    1. Antwort von martin blättler (bruggegumper)
      Könnten Sie näher erläutern,was Sie unter den Abend verbringen verstehen? Etwa Flaschen werfen,Böller zünden und Polizisten verhauen,in der Hoffnung,dass sich diese das gefallen lassen?
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  • Kommentar von Beat Gurzeler (B.Gurzeler, alias Rollstuhlrocker)
    Die Reitschule eben, das ist schon seit Jahren so und der grösste Teil der Stadtberner/in unternimmt ja nichts, es wird geduldet.
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