Fahrende im Seeland: Der Berner Bauernverband schaltet sich ein

Im Seeland sind momentan diverse Gruppen von Fahrenden unterwegs. Sie lassen sich zum Teil ohne Absprache mit dem Grundbesitzer auf der grünen Wiese nieder – was in Wileroltigen und zuletzt in Hagneck zu Reibereien geführt hat. Der Berner Bauernverband gibt nun Empfehlungen ab.

Campingwägen auf der grünen Wiese Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Fahrende sind auf der grünen Wiese oft nicht willkommen. Keystone

Was können Bauern und Bäuerinnen tun, wenn sich Fahrende auf ihrem Land ungefragt niederlassen? Antworten auf diese Fragen gibt der Berner Bauernverband auf seiner Homepage. Der Verband informiert dort über die Rechten und Pflichten von Bauern im Umgang mit Fahrenden. Auch telefonisch steht der Verband in Kontakt mit betroffenen Landwirten.

Gespräch suchen und sonst Polizei einschalten

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Der Grosser Rat entscheidet

Am 8. September entscheidet das Berner Kantonsparlament über zwei Kredite: Einerseits über einen Betrag von 2,6 Millionen für drei Plätze für inländische Fahrende – dieser ist kaum umstritten. Der zweite Kredit von 9,3 Millionen für einen Stellplatz für ausländische Fahrende in Meinisberg wurde hingegen massiv kritisiert.

«Grundsätzlich darf ein Bauer Fahrende auf seinem Land abweisen», sagt Christine Gerber, Vize-Präsidentin des Berner Bauernverbands. «Das ist allerdings häufig schwierig, da sie einfach plötzlich da sind mit ihren Wohnwagen.» In diesem Fall rät sie den Bauern, mit den Fahrenden das Gespräch zu suchen und im Notfall die Polizei einzuschalten.

Es gibt auch Fälle, in denen Bauern das Land bewusst an Fahrende vermieten. Auch da sei wichtig, dass man Rechte und Pflichten klar vereinbare, so Grunder. Auf der Homepage des Berner Bauernverbands gibt es denn auch einen Mustermietvertrag.