«Faul bin ich dann, wenn es mich nicht mehr gibt»

Die Extrembergsteigerin Evelyne Binsack trainiert täglich seit sie 13 Jahre alt ist. Dieser Ehrgeiz trieb die heute 46jährige, die bei Meiringen im Berner Oberland lebt, auf den höchsten Berg der Welt.

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Bildlegende: Bergsteigerin Evelyne Binsack - wie alles begann: «Der Leichtathletiktrainer gab mir Vertrauen in meine Fähigkeiten.» SRF

Die 46jährige Wahlbernerin Evelyne Binsack blickt auf eine 33jährige Sportlerkarriere zurück. Angefangen hat alles damit, dass ein Leichtathletiktrainer das damals junge, wilde Mädchen von der schiefen Bahn abhielt, sie vom Herumhängen wegbrachte und zu sich ins Training holte.

«Von da an fand ich im Sport jenes Entfaltungsfeld, welches mir gut tut», sagt Binsack im Gespräch mit dem «Regionaljournal BE FR VS von Radio SRF». Der Trainer habe ihr damals das Vertrauen in ihre Fähigkeiten geschenkt, sagt sie heute.

Der Rest ist Geschichte. Sie fand Erfüllung im Bergsteigen, wurde Helikopterpilotin und Bergführerin. 2001 stand sie als erste Schweizerin auf dem höchsten Berg der Welt, dem Mount Everest. Jahre später wanderte sie an den Südpol. Zwischen ihren Abenteuern vermittelt sie ihre Erfahrungen in Film-Dokumentationen - wo sie eigens an einer Filmschule erlerntes Filmschaffen vorführt - an ein interessiertes Publikum. Ihre Message: Wille versetzt Berge. «Bergsteigen vermittelt mir ein grosses Glücksgefühl», sagt Binsack