Berner Regierungsratswahlen FDP nominiert Philippe Müller

Der Stadtberner Philippe Müller ist der erste offizielle Kandidat für die Berner Regierungsratswahlen im März 2018. An der FDP-Delegiertenversammlung setzte er sich erstaunlich deutlich gegen Nationalrat Christian Wasserfallen durch.

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Bildlegende: Der Stadtberner Philippe Müller soll die FDP in der Berner Regierung vertreten. Christian Liechti/SRF

  • Die FDP des Kantons Bern wird mit dem Stadtberner Kantonsparlamentarier Philippe Müller zu den Regierungsratswahlen im kommenden Jahr antreten.
  • Nach zwei Wahlgängen stand Müllers Kandidatur am Mittwochabend in Bern fest. In der zweiten und entscheidenden Runde schlug Müller Nationalrat Christian Wasserfallen mit 115 zu 87 Stimmen.
  • Der 35-jährige Christian Wasserfallen ist erneut bei einem Versuch gescheitert, nach zehn Jahren im Nationalrat in ein anderes Amt zu wechseln.

Philippe Müller, der den Vorzug gegenüber Wasserfallen erhielt, ist 53-jährig und Präsident der FDP der Stadt Bern. Im Kantonsparlament hat er sich einen Namen als Law-and-Order-Politiker gemacht. Er setzte sich beispielsweise wiederholt für mehr Härte bei der Verfolgung von Gewalt und Drohung gegen Polizisten ein. Selber schätzt er sich als «Mitte-rechts innerhalb der FDP ein».

Der 35-jährige Christian Wasserfallen hingegen ist erneut bei einem Versuch gescheitert, nach zehn Jahren im Nationalrat in ein anderes Amt zu wechseln. Anfang 2016 war Wasserfallen als Favorit für das Präsidium der FDP Schweiz gehandelt worden. Schlussendlich verzichtete er aber und begründete dies einerseits mit der gescheiterten Kandidatur für das Fraktionspräsidium 2015. Anderseits nannte er damals eine Regierungsratskandidatur im Kanton Bern eine «mögliche Option».