Feier für den höchsten Berner wird von Sponsoren mitfinanziert

Die Stadt Thun möchte dank der Unterstützung von Unternehmen die Kosten für die Feier des neuen Grossratspräsidenten Carlos Reinhard möglichst tief halten. In dieser Praxis sehen die Betroffenen kein Problem. Im Gegenteil, es sei eine willkommene Entlastung der Stadtkasse.

Eine Menschenmenge auf dem Thuner Rathausplatz Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Auf dem Thuner Rathausplatz soll zu Ehren des neuen Grossratspräsidenten ein Volksfest steigen. zvg

Ein Festakt mit Apéro und Festbankett für mehrere hundert Gäste: Die Feier für den neuen Grossratspräsidenten Carlos Reinhard kostet voraussichtlich rund 50'000 Franken. Den grössten Teil davon – 40'000 Franken – hat die Stadt mit ihrem Budget abgedeckt, den Rest steuern der Kanton und Carlos Reinhard bei.

Trotzdem möchten die Veranstalter die öffentliche Hand entlasten und arbeiten deshalb mit Sponsoren zusammen, die auf der Einladung als Event- und Sponsoring-Partner aufgeführt wurden. So hat sich Carlos Reinhard für sein «Hörnli und Ghackets» für alle Thunerinnen und Thuner mit einem Catering-Unternehmen kurzgeschlossen. Diese Aktion sei ihm wichtig. Aber ohne die Unterstützung des Sponsors wäre diese wohl nicht möglich.

«  Ohne die Sponsoren wäre diese Aktion wohl nicht möglich. »

Carlos Reinhard
Neuer Grossratspräsident

Auch Stadtpräsident Raphael Lanz hat keine Berührungsängste zu Sponsoren. Das sei wohl besser, als das Fest mit Steuergeldern zu finanzieren. Und es handle sich ja um einen einmaligen Auftrag. Da sehe er keine Gefahr, von Sponsoren unter Druck gesetzt zu werden, dass sie auch bei weiteren Anlässen berücksichtigt würden.

Gerade für kleine Gemeinden ist die Feier für einen Grossratspräsidenten zwar eine grosse Ehre, aber auch eine finanzielle Belastung. Bürger, Gewerbler und Vereine sind da voll eingespannt. Und dies sei ja auch eine Art von Sponsoring, findet Carlos Reinhard. «Die Gemeinden haben für eine solche Feier keinen finanziellen Spielraum.»