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Tourismusverantwortlicher aus den Berner Jura: «Arbeit der letzten Jahre hat sich ausbezahlt»
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 01.09.2020.
abspielen. Laufzeit 01:32 Minuten.
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Ferien in der Schweiz Berner Jura profitiert von der Coronakrise

Der Berner Jura verzeichnete im Sommer deutlich mehr Übernachtungen. Touristiker wollen diesen Schwung nutzen.

Der Berner Jura hat den Ruf, abgeschieden zu sein. Das ist in Zeiten des Coronavirus von Vorteil. In diesem Sommer zählte die Region bis zu 40 Prozent mehr Besucherinnen und Besucher als in den Jahren zuvor.

«Bei uns gibt es viele kleine Herbergen, Campingplätze und Ferienwohnungen», sagt Guillaume Davot, Tourismusverantwortlicher der Region. Die Natur sei weit, genau das würden die Touristinnen und Touristen im Moment suchen. Zudem seien die Preise tiefer als in den bekannten Tourismusgebieten im Tessin oder Graubünden.

Die Menschen sind auf der Suche nach weiter Natur. Das finden sie bei uns.
Autor: Guillaume DavotTourismusverantwortlicher Berner Jura

Der Ansturm in den Monaten Juni, Juli und August habe jedoch auch aufgezeigt, wo Nachholbedarf bestehe. «Wir wollen in den nächsten Monaten mehr Übernachtungsgelegenheiten schaffen», so Touristiker Davot. In der Region sollen bald neue Herbergen, Ferienwohnungen und Hotels eröffnet werden.

Angebote besser vernetzen

Es sollen aber nicht nur mehr Betten dazu kommen. Die Region will mit gezielten Angeboten Touristinnen und Touristen in den Berner Jura locken und diese Attraktionen besser miteinander vernetzen.

Abtei Bellelay von Innen
Legende: Die Abtei Bellelay: Für Musikfans ein besonderes Hörerlebnis, da das Echo hier neun Sekunden lang ist. Sonja Mühlemann/SRF

Da ist zum Beispiel die Stiftung der Abtei Bellelay. «Kirche, Uhrenfabrik, Glashütte und Psychiatrie, das Kloster hat eine bewegte Geschichte», sagt Präsident Pierre-Yves Moeschler. Der ehemalige Bieler Gemeinderat, der im Nachbardorf Tavannes aufgewachsen ist, will das Kloster einem breiteren Publikum bekannt machen. Die Stiftung hat in diesem Sommer die Konzertreihe Bellelay Musiques initiiert. Nächstes Jahr soll im Kloster zeitgenössische Kunst gezeigt werden.

Tête de Moine-Käse
Legende: Der berühmte Tête de Moine-Käse wurde von Mönchen des Klosteres Bellelay erfunden. Keystone

Ginge es nach den lokalen Touristikern, sollten Besucherinnen und Besucher nach dem Kloster auch gleich noch ins Käsemuseum in Bellelay, das die Geschichte des berühmten Tête de Moine-Käse erzählt. «Wir wollen die Zusammenarbeit mit dem Kloster verbessern», sagt Oliver Isler. Er ist Geschäftsführer der Vereinigung der Tête de Moine-Produzenten. Man habe eine entsprechende Studie in Auftrag gegeben.

Massnahmenplan mit Bellelay als Leuchtturm

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Die Tourismusorganisation Berner Jura hat mit verschiedenen Unternehmen und mit der Volkswirtschaftskammer Berner Jura einen Plan mit 26 Massnahmen erarbeitet, um mehr Touristinnen und Touristen anzulocken. Diese sollen in den nächsten zehn Jahren umgesetzt werden. Eines der Leuchtturmprojekte dieser Strategie ist Bellelay.

Bleibt jedoch noch ein Problem: Wie erreicht man den Berner Jura? Nach Bellelay beispielsweise gibt es kaum Busverbindungen. «Wir arbeiten daran, die Busverbindungen auszubauen», sagt der Tourismusverantwortliche Guillaume Davot. Das gelte für den ganzen Berner Jura.

Spiele alles zusammen, so der Touristiker, so könne man bald die Grenze von 50'000 Übernachtungen pro Jahr knacken.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr; marl;mues)

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Lukas Gubser  (Mastplast)
    Der Jura ist auch unglaublich schön.
  • Kommentar von Esther Jordi  (EstherJ.)
    Ich verstehe ja, dass sich der Berner Jura auch ein Stück vom Kuchen abschneiden will. Aber bitte nicht unser schönes Naherholungsgebiet kaputtmachen!
    1. Antwort von Heinz Hugentobler  (hevrins)
      Ich sehe das nicht so, Frau Jordi, ich bin recht häufig, da in der Nähe wohnend, im BE, JU + NE-Jura unterwegs, vielfach trifft man keine Seele an. So überlaufen sind diese Gebiete wahrlich nicht. Mit was kaputtmachen? Wenn sich Wanderer und, je nach Wege, die Biker an "Richtlinien" halten, profitierten diese Regionen. Der Beitrag von Sonja Mühlemann ist unterstützenswert. Danke.
    2. Antwort von Esther Jordi  (EstherJ.)
      Kaputtmachen mit zu vielen neuen Ferienwohnungen und Hotels.