Rettung auf Autobahnen Feuerwehr wird auf Autobahnen oft behindert

Laut der Berufsfeuerwehr Bern behindern Automobilisten immer wieder Rettungseinsätze auf den Autobahnen.

Blick aus einem Feuerwehrauto auf eine verstellte Autobahn. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Blick aus einem Feuerwehrauto: Rauch sichtbar, Weg verstellt. zvg (Berufsfeuerwehr Bern)

Eigentlich weiss man es als Autofahrer: Wenn hinter einem ein Fahrzeug mit Blaulicht kommt, muss man eine «Rettungsgasse» bilden. Entweder ganz rechts oder ganz links fahren. Doch das funktioniert auf den Autobahnen um Bern laut Feuerwehr zu wenig.

«  Wir sehen am Horizont eine Rauchsäule und kommen nicht durch. »

Franz Märki
Mediensprecher Berufsfeuerwehr Bern

Oft stehen der Feuerwehr Autos im Weg – mit möglicherweise verheerenden Folgen. «Das Schlimmste ist, wenn wir am Horizont eine Rauchsäule sehen und nicht durchkommen», sagt Franz Märki, Mediensprecher der Berufsfeuerwehr Bern.

Falsch überlegt

Dass die Leute die Rettungsgasse oft nicht bilden, erklärt sich Märki so: «Entweder haben sie es vergessen. Oder sie haben bereits ein Polizeiauto und eine Ambulanz vorbeifahren sehen und sind der Meinung, das sei es nun gewesen.»

Doch das sei falsch: In aller Regel komme auch die Feuerwehr an einen Unfallort. Und im Gegensatz zu Polizei und Ambulanz hat sie grössere Fahrzeuge. «Mit denen bleiben wir dann stecken.»

Die Berufsfeuerwehr Bern leistete im vergangenen Jahr insgesamt 2268 Einsätze. Das macht durchschnittlich 6,2 Einsätze pro Tag.