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Legende: Audio Ein Spielfilm ganz aus der Perspektive von «Peter K.» abspielen. Laufzeit 06:38 Minuten.
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 31.05.2019.
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Film über Kneubühl Klappe für den «Rentner von Biel»

Er hielt 2010 tagelang die Schweiz in Atem. Nun wird der Fall «Peter K.» verfilmt – aus der Perspektive des Rentners.

Der Mann lebt allein am Rand der Gesellschaft. Er fühlt sich überwacht und bedroht vom Staat. Seine Schwester will das Elternhaus verkaufen, in dem er wohnt. Der für den Erbschaftsstreit zuständige Gerichtspräsident schaltet die Vormundschaftsbehörde ein. Diese beschränkt später die Handlungsfähigkeit des Mannes. Das Gericht verfügt die Zwangsversteigerung des Hauses. Das ist eine Kurzfassung einer langen, komplexen Geschichte.

Als eine bewaffnete Polizeitruppe im September 2010 sein Haus umzingelt, schiesst der damals 67-Jährige und verletzt einen Polizisten. Dann flieht er, die Polizei fasst ihn erst nach neun Tagen auf einer Wiese oberhalb von Biel.

Als die Polizei das falsche Fahndungsfoto herausgab, sah ich Potenzial für einen Film.
Autor: Laurent WyssDrehbuchautor und Regisseur

«Mir war bald klar, dass aus dieser Geschichte ein Film werden könnte», sagt Laurent Wyss. Der Drehbuchautor und Regisseur aus Biel hat den September 2010 in lebhafter Erinnerung. «Als die Polizei Herrn Kneubühl mit einem falschen Fahndungsfoto suchte – einem Bild seines Vaters – begann ich alles zu sammeln.» Zeitungsartikel, Radio- und Fernsehinterviews. Die «Pro Kneubühl»-Demo auf dem Zentralplatz in Biel hat er gleich selber gefilmt.

Mann zeigt ein T-Shirt mit Fahndungs-Foto von Herrn Kneubühl und dem Satz "Catch me if you can"
Legende: Der grosse Polizeieinsatz löste in Biel auch Sympathie für den flüchtigen Rentner aus. Keystone

Der Fall polarisierte die Stadt Biel: «Manche fanden, der Mann gehöre ins Gefängnis. Andere sahen in ihm eine Art Robin Hood, der sich nicht alles gefallen lässt», erinnert sich der Drehbuchautor.

Auf welcher Seite steht der Film, der zur Zeit gedreht wird? Der solle neutral sein, sagt Laurent Wyss. «Das Publikum soll selber herausfinden, was bei Herrn Kneubühl und was bei den Behörden schief lief.» Erzählt werde der Film aber aus der Sicht von Herrn Kneubühl. «Man wird erleben, wie er die Geschichte erlebt hat.»

Legende: Video Aus dem Archiv: Film-Dreh, als der Rentner gefasst wird abspielen. Laufzeit 03:57 Minuten.
Aus 10vor10 vom 25.09.2018.

Der Spielfilm «Peter K.» kommt voraussichtlich 2020 in die Kinos.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Bucher  (DE)
    Und dafür gibt die Schweizer Filmförderung Geld aus, um einen Film über einen egozentrischen Rentner, der seine Schwester um ihr Erbe bringen wollte und dazu auf Polizisten schiesst, die nur ihre Arbeit erledigen. Wir haben schon jetzt zu viele solche ‚Zeitbomben‘ die jederzeit Amok laufen können. Braucht Kneubühl noch ein Denkmal für seine Verbrechen. Weshalb nicht ein Film aus der Sicht der Behörden, welche für Ordnung zuständig sind und die Rechte aller Bürger schützen müssen.
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    1. Antwort von René Balli  (René Balli)
      Kneubühl war keine Zeitbombe und die Spezialeinheit der Polizei hat damals ein erbärmliches Bild abgegeben. Ich finde es sehr gut, dass die Geschichte auch aus der Sicht von Kneubühl erzählt wird. Ausserdem hat Kneubühl nie eine Zivilperson gefährdet oder angegriffen.
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    2. Antwort von Arno Zingg  (Arno Zingg)
      Lieber Herr Bucher, Sie sind aus mehreren Gründen nicht das Zielpublikum dieses Films.
      Da Sie schon alles zum Fall Kneubühl wissen, sollten Sie sich auch von allen Medienartikeln zum Thema fernhalten.
      Und da Sie ebenfalls genau zu wissen scheinen, wie Filmförderung und Storytelling im Film funktioniert, sollten Sie sich vielleicht auch bei diesen Themen einfach nicht mehr äussern.
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  • Kommentar von G. Fuchs  (G. Fuchs)
    Ich bin überzeugt, gabe es in der Schweiz eine Umkehrhypothek wäre die Situation nie so ausgeartet. (Wikipedia: Bei der Umkehrhypothek handelt es sich um einen Kreditvertrag, dem eine Immobilie als Sicherheit dient. Der Kredit kann in einem Einmalbetrag oder in monatlichen Raten ausgezahlt werden. Die Eigentümerstellung bleibt unberührt. Als Sicherheit dient eine verbriefte Grundschuld, Zinsen und Tilgung werden gestundet....)
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