Frankenstärke und Einkaufstourismus drücken auf Migros-Umsatz

Die Frankenstärke und der Einkaufstourismus haben im vergangenen Jahr der Genossenschaft Migros Aare zu schaffen gemacht. Der Umsatz sank um 1,5 Prozent auf 3,36 Milliarden Franken. Den Gewinn konnte die Migros Aare bei 62,5 Millionen Franken halten.

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Bildlegende: Auch die VOI-Läden gehören zur Migros-Genossenschaft. Keystone

Er sei nun schon seit über 20 Jahren dabei, sagte Migros-Aare-Geschäftsleiter Beat Zahnd an der Bilanzmedienkonferenz vom Mittwoch in Bern. Doch ein so schwieriges Jahr habe er noch nie erlebt.

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Die Eckdaten

  • Umsatz (netto) 3,36 Milliarden
  • Gewinn 62,5 Millionen
  • Cashflow 223 Millionen
  • Personalbestand 11'540 Personen
  • Die Migros Aare ist in den Kantonen Bern, Aargau und Solothurn tätig

Die Aufhebung des garantierten Euro-Mindestkurses Mitte Januar 2015 habe die Migros Aare sofort gespürt, sagte Zahnd. Seither litten nicht nur die Migros-Läden im Kanton Aargau unter dem Einkaufstourismus, sondern auch jene im übrigen Genossenschaftsgebiet, also den Kantonen Solothurn und Bern.

Weniger Umsatz bei Fleisch und Kosmetika

Besonders am Freitag und Samstag hätten die Frequenzen in den Läden abgenommen. Vor allem beim Fleisch und bei den Kosmetika habe der Umsatz abgenommen.

Bei der Migros Aare sank im vergangenen Jahr nebst dem Umsatz auch der Cashflow leicht von 248,4 Millionen Franken auf 223 Millionen Franken.

Die Migros Aare ist aber trotz allem recht zufrieden mit dem Geschäftsgang im vergangenen Jahr. Die negative Teuerung ausgeklammert, sei sie um 0,4 Prozent gewachsen. Die Migros Aare sei «gut unterwegs in einem schwierigen Umfeld», überschreibt das Unternehmen eine Medienmitteilung.