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Sie sind eine Seltenheit: Frauen in der Feuerwehr
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 15.01.2020.
abspielen. Laufzeit 11:33 Minuten.
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Frauen in Berner Feuerwehren «Wir hatten lange eine Machokultur»

Bei den Feuerwehren im Kanton Bern sind nur gerade zehn Prozent Frauen dabei. Da viele Stützpunkte zu wenig Personal haben, sollen nun vermehrt Frauen für den Feuerwehrdienst motiviert werden.

Stephan Gerber

Stephan Gerber

Präsident Feuerwehrverband Kanton Bern

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Stephan Gerber ist Oberleutnant und Vizekommandant einer Brandcorpskompanie in der Stadt Bern.

SRF News: Warum gibt es in den Feuerwehren fast keine Frauen?

Stephan Gerber: Bei der Rekrutierung melden sich schlichtweg viel weniger Frauen. Warum genau wissen wir nicht. Viele Frauen trauen es sich wohl einfach nicht zu. Viele meinen immer noch, die Feuerwehr sei eine Männerdomäne und dass es nur Männer mit vielen Muskeln braucht, die nach der Übung Bier trinken. Das hat aber gar nichts mit der heutigen Feuerwehr zu tun.

Wie wollen sie den Frauen die Feuerwehr schmackhaft machen?

Wir versuchen den Frauen zu erklären, dass alle in die Feuerwehr kommen können. Als Frau kann man in der Feuerwehr genau das gleiche machen, wie die Männer auch. Der Schweizerische Verband hat dazu auch eine Kampagne gestartet, aber es läuft harzig.

Wäre es auch möglich, dass sich viele Frauen vor der Machokultur in der Feuerwehr fürchten?

Wir hatten jahrelang eine Machokultur. Das ist aber vorbei. Ich kenne keine Feuerwehr im Kanton Bern, die keine Frau im Team hat. Das ist auch gut so. Dumme Sprüche wird es immer geben, da müssen wir ehrlich sein. Da erwarte ich aber auch von den Feuerwehrfrauen, dass sie Paroli bieten.

Warum ist der Frauenmangel überhaupt ein Problem?

Viele Feuerwehren haben zu wenig Personal. Und wenn natürlich ein grosser Teil der Bevölkerung, der ganze weibliche Anteil, aussen vor bleibt, merken wir das. Das andere Thema ist die Tagesverfügbarkeit.

Hausfrauen wären im Alarmfall schneller am Einsatzort.

Bei einem Alarm am Tag kommen viel weniger Leute, weil man nicht mehr dort arbeitet, wo man wohnt. Und da hätten wir natürlich gerne Hausfrauen mit schulpflichtigen Kindern. Diese wären im Alarmfall schnell vor Ort.

Das Gespräch führte Martina Koch.

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