Freiburg will professionell geführte Schulen

Das neue Schulgesetz gibt Schulleitern im Kanton Freiburg mehr Kompetenzen und Eltern sollen mehr mitreden können. Die Freiburger Erziehungsdirektorin Isabelle Chassot hat am Mittwoch das neue Schulgesetz präsentiert.

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Bildlegende: Isabelle Chassot, die Freiburger Erziehungsdirektorin stellt das neue Schulgesetz vor. SRF

Die Schulleiter auf Primarschulstufe erhalten die gleichen Kompetenzen wie die Direktoren der Orientierungsstufe. Das forderte vor allem die Lehrerschaft. Der Schulleiter ist künftig auch für die Personalpolitik der Schule zuständig. Jede Primarschule erhält eine Schulleitung von mindestens 50 Prozent. Der Staat muss dafür zusätzlich fast 20 Vollzeitstellen schaffen.

Rolle der Eltern gestärkt

Eltern sollen an Freiburger Schulen künftig mehr mitreden können. Jede Schule muss deshalb einen Elternrat bilden. «Wir wollen, dass sich alle Partner gemeinsam für eine gute Schule einsetzen», erklärt Erziehungsdirektorin Isabelle Chassot.

Verankert im Gesetz ist auch die Durchlässigkeit auf der Orientierungsstufe. Schülerinnen und Schüler können somit zwischen Real-, Sekundar- und Progymnasialklasse hin- und herwechseln. «Freiburg hat als einziger Kanton dieses Prinzip im Schulgesetz verankert», sagt Reto Furter, Vorsteher der deutschsprachigen Schulen Freiburg.

Kosten halbieren

Bei den Schulkosten gab es bisher unterschiedliche Verteilschlüssel zwischen Staat und Gemeinden. Künftig gilt über alle Stufen und Dienste, dass Staat und Gemeinden je 50 Prozent der Kosten übernehmen. Was den Gemeinden nicht gefällt: Beim Betrieb der Schulanlagen müssen sie die Kosten selbst tragen.