Freiburger RAV wollen Image aufpolieren

Schwerfällig und schwer vermittelbar: Die regionalen Arbeitsvermittlungszentren RAV des Kantons Freiburg wollen zum 20-jährigen Jubiläum mit Vorurteilen aufräumen. Bevölkerung und Arbeitgeber sollen für das Thema Arbeitslosigkeit sensibilisiert werden.

Wartende Menschen hinter einem RAV-Logo. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Regionalen Arbeitsvermittlungs-Zentren in Freiburg wollen ihr Image aufpolieren. Keystone

Arbeitsvermittlungszentren haben im Kanton Freiburg oft keinen guten Ruf in der Bevölkerung und bei Arbeitgebern. «Viele denken, dass die Leute, die dort Hilfe suchen, schlecht ausgebildet sind», sagt Charles de Reyff, Dienstchef des Freiburger Amts für den Arbeitsmarkt.

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Dunkle Wolken

Das Freiburger Amt für den Arbeitsmarkt hatte 2015 einen traurigen Rekord zu verzeichnen: 9000 Personen waren Ende Jahr auf Stellensuche, so viele wie noch nie. Als Gründe nennt das Amt die Frankenstärke, die schleppende Wirtschaft Europas und die Unsicherheit wegen der Masseneinwanderungs-Initiative. 58 Firmen mussten Kurzarbeit einführen.

Das sei ein Irrtum. Drei Viertel der Stellensuchenden würden rasch wieder Arbeit finden. Mit Tagen der offenen Türen wollen die RAV in Freiburg der Bevölkerung Einblick in ihre Arbeit geben.

Wenn das RAV den Lohn bezahlt

«Arbeitslos werden kann fast jedem passieren», sagt Charles de Reyff. Das RAV helfe und motiviere die Leute bei der Stellensuche. Mit regelmässigen «Unternehmensfrühstücken» sensibilisiere man die Firmen für die Arbeit der Vermittlungszentren.

Wenn nötig, könne man Unternehmen auch finanziell entgegenkommen, sagt Charles de Reyff. «Wir können für ein paar Monate lang einen Teil des Lohnes zahlen.» Dann zum Beispiel, wenn das Unternehmen einen Arbeitssuchenden ausbildet.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 12:03 / 17:30 Uhr)