Freiburger Schulgesetz wird zur Zangengeburt

Nach zehn Jahren berät der Freiburger Grossrat das neue Schulgesetz. Dieses soll die Kompetenzen zwischen Kanton und Gemeinden neu regeln. Die Leitung der Primarschulen soll professionalisiert werden.

Das neue Freiburger Schulgesetz gibt viel zu reden. Der Vorentwurf stiess auf heftige Kritik und wurde stark angepasst. Auch die parlamentarische Kommission hat die 109 Artikel während 17 Sitzungen beraten. Das Kantonsparlament hat zwar eintreten beschlossen. Doch es gibt unzählige Änderungsanträge. «Bei der Schule denkt jeder, er könne mitreden», sagt CVP-Grossrätin Yvonne Stempfel und Präsidentin der Kommission.

Professionellere Schule

Das neue Schulgesetz regelt die Kompetenzen zwischen Kanton und Gemeinden. Beide zahlen künftig fünfzig Prozent an die Lehrerlöhne. «Der Schultransport zahlen die Gemeinden, die Lerhmittel der Kanton», erklärt Yvonne Stempfel.

Neu sollen alle Primarschulen eine professionelle Schulleitung erhalten. «Jede Schule soll sich so ein eigenes Gesicht geben können.» Ein Schulkreis soll mindestens zehn Klassen umfassen. Das gab besonders in kleinen Gemeinden zu reden. Und auch im Grossrat ist dieser Artikel umstritten.