Freiburger sollen bei Fusion ihren Heimatort behalten

Wenn im Kanton Freiburg zwei oder mehrere Gemeinden zu einer neuen Gemeinde fusionieren, so können Bürgerinnen und Bürger künftig den Namen des alten Heimatortes behalten. Allerdings nur in Klammern und gegen eine Gebühr.

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Bildlegende: Das Freiburger Kantonsparlament hat der Änderung im Gesetz für Bürgerrechte deutlich zugestimmt. Patrick Mülhauser / SRF

Die neue Regelung scheint ein Detail zu sein. Ist es aber nicht, findet die FDP-Grossrätin Antoinette Badoud. Das habe mit Identität zu tun. Familien würden so zugeordnet. «Ich höre oft, dass sind die Charrières von Cerniat oder Kolly’s von La Roche.»

Das Ganze sei aufwendig und teuer, findet SVP-Grossrätin Katharina Thalmann. «Für viele Leute hat der Heimatort jedoch eine Bedeutung bei Fusionen.» Um Fusionen nicht zu gefährden, brauche es diese Gesetzesanpassung, so die Grüne Grossrätin Sylvie Bonvin. «Für Fusionen braucht es Argumente für den Verstand, für das Portemonnaie aber auch für das Herz.»

Das Freiburger Kantonsparlament hat der Änderung im Gesetz für Bürgerrechte deutlich zugestimmt.