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Legende: Audio In Plaffeien streiken die Lehrpersonen – und stossen auf Widerstand abspielen. Laufzeit 05:05 Minuten.
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 30.04.2019.
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Freiburger Staatspersonal Eine Stunde Streik als Warnung

Am Warnstreik gegen die Sanierung der Pensionskasse nahmen rund 3000 Personen teil – der Staatsrat droht mit Sanktionen.

Auf dem Pausenhof im Primarschulhaus Oberschrot bei Plaffeien spielen Kinder. Daneben stehen sieben Lehrerinnen und Lehrer – eine Stunde lang. Sie machen nicht Aufsicht, sie streiken. Der 60-jährige Anton Schwarz ist einer davon. «Wir fordern eine ausgeglichene Sanierung der Pensionskasse.» Bei der geplanten Reform hätten vor allem die Angestellten das Nachsehen.

Nicht alle haben Verständnis

Im Vorfeld des Warnstreiks verurteilten der Gemeinderat Daniel Bürdel und seine Kollegen aus Brünisried und Plasselb diese Aktion. Die Sanierung sei dringend nötig. Alle würden sich daran beteiligen, sagt Bürdel. «Die Gemeinden machen Rückstellungen zwischen 120’000 bis 780'000 Franken.» Je nach Variante. Die Gemeinderäte stört es auch, dass die Schulkinder mit einbezogen werden. «Das ist der falsche Weg.»

Der Warnstreik

Der in dieser Form erstmalige Warnstreik dauerte von 9 Uhr bis 10 Uhr und war von der Gewerkschaft VDOD und von der Vereinigung des Staatspersonals FEDE organisiert worden.

Laut Angaben von Mitarbeitenden befolgte beispielsweise am Freiburger Gymnasium Heilig Kreuz mehr als die Hälfte des Personals die Arbeitsniederlegung. Das gibt den Gewerkschaften Rückenwind. Ein nächstes Treffen mit den Staatsrat ist bereits geplant.

Auch der Staatsrat missbilligt den Warnstreik. «Wir sind ja immer noch am Verhandeln», sagt der Staatsratspräsident und Erziehungsdirektor Jean-Pierre Siggen. Das habe Konsequenzen für die Teilnehmenden. «Der Lohn wird um eine Stunde gekürzt.» Zudem müssten die Streikenden mit Sanktionen rechnen. «Das geht von einer Verwarnung bis zur Kündigung.»

Der Lohn wird um eine Stunde gekürzt.
Autor: Jean-Pierre SiggenStaatsratspräsident Freiburg

Primarlehrer Anton Schwarz hofft auf Verhältnismässigkeit. «Ich denke nicht, dass sie mich auf die Strasse stellen.» Zumal bereits Lehrpersonenmangel herrsche. Und mit der Sanierung der Pensionskasse würden nochmals 600 Lehrer in Frührente gehen, sagt der Freiburger Lehrerverband.

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