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Freilichtspiel in Leuk Fressen Wölfe Schäfer?

Ab in die Schafswaldklinik – heisst es für gestresste Schäfer: Das Theater Leuk widmet sich der Wolfsproblematik.

Theaterszene aus die Schafswaldklinik
Legende: Der Wolf schlägt Schäfern aufs Gemüt. Doch gestressten Schäfern kann im Theater nun geholfen werden. Anna-Lisa Achtermann / SRF

Das Thema Wolf ist im Wallis omnipräsent. «Deshalb hat sich der Theaterverein Leuk in seinem diesjährigen Freilichtspiel dieser Thematik angenommen», erklärt Autor Lothar Berchtold. In seinem Stück «die Schafswaldklinik» bringt er den Konflikt zwischen Schäfern und Wolfsfreunden mit einer Prise Ironie auf die Bühne.

Man muss die Wolfsproblematik mal von einem anderen Blickwinkel betrachten.
Autor: Lothar BerchtoldAutor der «Schafswaldklinik»

Es sei eine Problematik, welche die Gemüter seit Jahren erhitze und zuweilen ins Dramatische oder Komische kippe. Durch das Theaterstück wolle er die Fronten aufweichen, aber auch mittels Komik die Realität im Wallis aufzeigen. Denn: «Manche Schäfer und Grüne stehen wirklich kurz vor einem Burn-Out.»

Die Geschichte des Theaters

Plötzlich verschwinden im Wallis Schäfer und auch deren Ehefrauen wissen nicht, wo sie abgeblieben sind. Klar ist nur eines: Der Wolf sorgt bei Schäfern für Ärger und Stress, treibt Schafsfreunde an den Rand des Wahnsinns.

Dass eine Frau Doktor eine geheime Klinik eröffnet hat, dass dort Schäfer kuren und Grüne profitieren wollen: Wer hätte das für möglich gehalten? Was Schäfer und Grüne in diesem Kurhaus vereint: Geheimhaltung. Doch irgendwann kommt alles ans Licht.

Eine hochemotionale Thematik

Die Diskussion um den Wolf ist im Wallis oftmals geleitet von Emotionen. Den Wolfsfreunden liegt das Tier am Herz – für die Wolfsgegner gibt es kein Zusammenleben mit dem Grossraubtier. Ein Theater, in welchem man sich darüber lustig macht, ist daher eine Gratwanderung.

Das weiss auch Autor Lothar Berchtold. «Klar ist das Thema emotional. Trotzdem gibt es nicht nur Schäfer und Grüne, welche sich die Köpfe einschlagen möchten. Es gibt auch solche, welche das Gespräch suchen und nicht nur auf ihrem Groll sitzen. Und die können über sich selbst lachen», sagt Berchtold und fügt mit einem Schmunzeln hinzu: «Den Anderen wird das Stück vielleicht noch die Augen öffnen.»

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