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Frutigen und die Schule Klassenschliessungen vors Volk

Der Gemeinderat von Frutigen im Berner Oberland kann nicht mehr selber entscheiden, ob Klassen geschlossen werden.

Legende: Audio Warum der Volksentscheid aus Sicht des Gemeinderats suboptimal ist abspielen. Laufzeit 01:43 Minuten.
01:43 min, aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 08.12.2018.

Künftig entscheidet die Gemeindeversammlung von Frutigen über Klassenschliessungen, wenn es um eine Schule mit drei oder weniger Klassen geht. Die im Frühling mit 565 Unterschriften eingereichte Initiative «Klassenschliessungen vors Volk!» ist am Freitagabend an der Gemeindeversammlung mit 257 zu 197 Stimmen angenommen worden, gegen den Widerstand des Gemeinderats.

Bisher lag die Schaffung oder Aufhebung von Kindergarten- und Schulklassen im Zuständigkeitsbereich des Gemeinderates. Und er hätte das gerne so beibehalten, wie er mitteilt.

Wir müssen auf ein Gleichgewicht achten.
Autor: Hans SchmidGemeinderatspräsident Frutigen

«Der Gemeinderat war der Ansicht, dass er eine bessere Gesamtsicht hat», sagt Gemeinderatspräsident Hans Schmid gegenüber Radio SRF. Es bestehe das Risiko, dass einzelne Gruppen an Gemeindeversammlungen stark mobilisieren könnten und Entscheide gefällt würden, die für die ganze Gemeinde nicht optimal wären.

Im Schnitt müssten die Klassen in der Gemeinde Frutigen 19,5 Kinder haben. «Wir müssen darauf achten, dass wir nicht sehr grosse Klassen haben, um auch kleine Klassen führen zu können.»

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1 Kommentar

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Das ist sicher ein Problem. Aber das könnte man mit einer ausgleichenden Massnahme lösen. Wenn die Versammlungsteilnehmer verlangen, dass eine Klasse entgegen dem Gemeinderat weitergeführt werden soll, sollte die Abstimmung darüber so lauten: Wir führen die Klasse gerne weiter aber die Befürworter müssen jährlich das Defizit aus ihrer Tasche bezahlen. Das ist nicht bös gemeint, denn viele würden da gerne mitmachen. Es gibt auch Eltern, die ihre Kinder in Privatschulen bringen als bessere Lösung.
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