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Von Skepsis bis Offenheit: Stimmen aus Bolligen zu einer möglichen Fusion mit Bern
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 18.02.2020.
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Fusion mit der Bundesstadt Passt Bolligen zu Bern?

Ein Infoabend zu den Fusionsüberlegungen zeigt: Es gibt Meinungen von «Übung abbrechen!» bis «Das wäre eine Chance!»

Bolligen, 6300 Einwohnerinnen und Einwohner, zwischen dem Worblental und dem Emmental. Passt das in die Stadt Bern mit 134'000 Einwohnerinnen und Einwohnern? Kommt eine Fusion für die Bevölkerung von Bolligen in Frage?

Machbar wäre sie, die Fusion der Stadt Bern mit fünf Nachbarsgemeinden, und sinnvoll sei sie mittelfristig. Das sagt eine Studie, die Mitte Februar publiziert wurde.

Nun hat Bolligen als erste dieser Gemeinden ihre Bevölkerung zu einem Informationsabend eingeladen. In der Fragerunde melden sich lauter kritische Stimmen: Würden wir in der linken Stadt Bern nicht einfach überstimmt? Ist die Stadtverwaltung nicht weniger effizient als unsere Gemeindeverwaltung? Wie gross wäre der Druck auf unsere Grünflächen?

Wir haben wenig zu gewinnen, aber viel zu verlieren.
Autor: Einwohner von Bolligen

Auch beim Apero gibt's gemachte Meinungen: «Zentralisierung führt zu mehr Verkehr», sagt eine Frau. «Wir haben wenig zu gewinnen, aber viel zu verlieren», findet ein Mann. Kritische Stimmen, wie sie Gemeindepräsidentin Kathrin Zuber erwartet hat: «Es ist wohl einfach noch zu früh für eine Fusion», sagt sie nach dem Infoabend.

Es braucht Mut für etwas Neues – eine Fusion wäre eine Chance.
Autor: Einwohnerin von Bolligen

Doch es gibt auch die anderen Stimmen. «Wir sind eng mit Bern verknüpft, gehen dort in den Ausgang. Das muss man gut anschauen», sagt ein Mann. Eine Fusion wäre eine Chance, findet eine Frau. Und: «Es braucht halt ein wenig Mut für etwas Neues.» In Bolligen ist die Diskussion lanciert.

In den nächsten Wochen finden weitere Informationsanlässe und Workshops in den sechs beteiligten Gemeinden statt, die Bevölkerung kann zudem ihre Meinung bis am 24. Mai in einem Onlinefragebogen mitteilen.

Bis Ende 2020 sollen die Parlamente respektive Gemeindeversammlungen im Grundsatz entscheiden, ob Fusionsverhandlungen aufgenommen werden. Wenn Ja, haben die Stimmberechtigten in drei bis vier Jahren das letzte Wort zu einer Gemeindefusion.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Max Wyss  (Pdfguru)
    Die Argumente (so, wie sie im Artikel zu sehen sind) sind typisch für rechtsbürgerlich dominierte Gemeinden. Dass man aber die sogenannten zentralörtlichen Dienste der Stadt nutzt (und zwar ausgiebig), geht in dieser Denkweise schnell einmal vergessen.

    Es ist auch klar, dass mit "eigenständig" es nur darum geht, nicht mehr Steuern zahlen zu müssen.
  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Wer, welche Gemeinde, passt zu welchem "Kanton" in dem mittlerweile zusammenverbauten Mini-Land? Sollte da nicht vermehrt ganzheitlich, gesamtschweizerisch gedacht, geplant, gehandelt werden, für mehr Effektivität und Effizienz?
    1. Antwort von Franz Giger  (fjg)
      Die Träume gehen ja noch weiter, nämlich dass fortan alles in Brüssel zentral regiert und geregelt wird...........
  • Kommentar von Stefano Simeone  (SteSi)
    "Mut für etwas Neues" - diese Allerwelts-Floskel ist kein Argument für oder gegen eine Fusion. Tatsache ist, das viele Bolliger keine Trabantenstadt wie Bethlehem oder Bümpliz wünschen und ihre politische Eigenständigkeit behalten wollen. Das Rechts-Links-Gefälle zwischen Stadt und Gemeinde ist einfach zu kontrastreich, um darüber hinwegzusehen. Solange Bolligen schlankere und somit bürgernähere Prozesse sowie die Bereitschaft zur Bekleidung der Ämter hat, besteht kein Handlungsbedarf.