Börsenstart geglückt Galenica holt Milliarden an der Schweizer Börse

Der Berner Pharmakonzern Galenica hat sich in zwei Firmen aufgespaltet und ist am Freitag Morgen mit der neuen Galenica-Santé erstmals an die Börse. Der Schritt hat sich gelohnt. Galenica verkaufte Aktien für knapp zwei Milliarden Franken.

Etienne Jornod mit Diagramm Aufspaltung und Börsengang Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Galenica-Verwaltungsratspräsident Etienne Jornod erklärt die Aufspaltung des Konzerns und den Börsengang im März 2017. Keystone

Die Fakten am ersten Handelstag der Galenica-Santé an der Börse:

  • Galenica hat das ehemalige Hauptgeschäft Apotheken und Logistik in die neue Firma Galenica-Santé ausgegliedert. Das Unternehmen ging am Freitag erstmals an die Börse.
  • Der Börsenstart ist geglückt. Galenica bekam pro Aktie einen relativ hohen Einstandspreis von 39 Franken. Der Kurs stieg im Verlauf des Vormittags auf über 43 Franken.
  • Damit bekommt Galenica knapp zwei Milliarden Franken in die Kasse und kann einen teuren Zukauf eines US-Pharmaunternehmens vom Sommer 2016 finanzieren.
  • Am neuen Unternehmen hat das bisherige Mutterhaus Galenica nur noch einen Anteil 2,5 Prozent.
  • Das bisherige Mutterhaus Galenica kümmert sich künftig nur noch um die Pharma-Branche und wird in Vifor Pharma Gruppe umbenannt. Es zügelt seinen Hauptsitz von Bern nach Glattbrugg. Galenica-Santé wird dann nur noch Galenica heissen.

Mit dem Börsengang ist die Rechnung des Berner Pharmakonzern aufgegangen. «Die Investoren haben sofort zugegriffen. Ihre Papiere waren nach kurzer Zeit bereits zehn Prozent mehr wert», bilanziert SRF-Wirtschaftsredaktor Samuel Emch. Das Unternehmen gelte als solide und als sicherer Wert. Der Börsengang von Galenica-Santé ist einer der Grössten seit der Finanzkrise von 2008.