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Wie «Weihnachten im Brocki» funktioniert und weshalb es das gibt
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 23.12.2019.
abspielen. Laufzeit 05:09 Minuten.
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Gegen die Einsamkeit Weihnachten für alle im Brockenhaus

An Weihnachten soll niemand allein sein. Im Brockenhaus im Berner Liebefeld gibt es darum ein Weihnachtsfest – gratis.

Am 24. Dezember stehen die Türen des Brockenhauses «Brock & Art» im Liebefeld offen. Es gibt ein alkoholfreies Apéro, ein Lagerfeuer, Schlangenbrot, ein Klavier zum Musizieren und ein Weihnachtsessen. Eingeladen sind alle, egal ob gross oder klein, arm oder reich. Während dem Weihnachtsfest sind alle vier Stöcke des Brockenhauses offen, die Kinder können sich frei bewegen und Spiele ausprobieren.

Kindheitstraum

Hinter dem Projekt «Zäme Wiehnachte fyre» stecken Michaela Klopfstein und Johannes Spycher. Die beiden stellten ein Team von Freiwilligen zusammen, die an Heiligabend für die Gäste sorgen werden. Ihr Ziel: an Weihnachten soll niemand alleine sein. «Seitdem ich ein kleines Mädchen war, war es mein Wunsch, Weihnachten mit Menschen zu verbringen, die einsam sind», sagt Michaela Klopfstein. Sie arbeitet selbstständig in der Psychiatrie-Spitex und hat deshalb oft mit Menschen zu tun, die alleine sind. Diese würden besonders in der Weihnachtszeit realisieren, dass sie keine Familie hätten, keine heile Welt. Das schmerze.

Ich möchte Menschen, denen es nicht gut geht, etwas weitergeben.
Autor: Michaela KlopfsteinOrganisatorin «zäme Wiehnachte fyre»

Sie habe darum bereits im letzten Jahr bei ihr zuhause mit Leuten gefeiert, die sonst alleine gewesen wären. Sie wollte dies ausbauen und ist bei Johannes Spycher auf offene Ohren gestossen.

Zusammen mit freiwilligen Helfern und Sponsoren konnten sie das Weihnachtsfest organisieren. Wie viele Leute kommen werden, wissen die Organisatoren nicht, man musste sich nicht anmelden. Die Organisatoren rechnen mit rund hundert Gästen.

Weihnachten und Kultur

Neben dem Weihnachtsfest sind kulturelle Inputs geplant – Musik wird gespielt, ein Schauspieler und Buchautor tritt auf sowie der Hip-Hop-Pfarrer aus dem Nordquartier. Religiös werde das Fest nicht, aber spirituell. «Der Geist von Weihnachten soll wirken», sagt Michaela Klofpstein, ohne Stress wegen Geschenken. Klopfstein hofft, dass dieser Geist auch über die Feier hinaus weitergeht. «Ich wünsche mir, dass sich Menschen, die einsam sind, hier finden», es sei vielleicht eine Vision, aber sie hoffe, dass einsame Menschen auch nach der Weihnachtsfeier Kontakt haben werden.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Eva Werle  (Eva Werle)
    grundsätzliche eine wunderbare idee!
    aber es ist ein klischee, dass alleine sein gleichbedeutend ist mit einsamkeit. ebenso ist es ein klischee, dass familie heile Welt bedeute. an weihnachten geschehen die meisten gewaltverbrechen in familien. die opfer hätten sicher besser alleine gefeiert oder in solch einem freundlichen projekt.
    um so mehr: bravo für das tolle engagement der veranstalter und allen teilnehmern viel freude!
  • Kommentar von Jeannette Werder  (Jot)
    Bravo, mir gefällt dieser Artikel. Jesus ist ja nicht gekommen um Religion zu bringen, sondern sich selbst als Geschenk an uns Menschen und seinen Spirit, der bekanntlich noch heute wirkt.
    1. Antwort von mahmut alane  (holundder)
      Bei mir wirkt er nicht. Ich hab aber auch keine Halluzinationen.