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Bern Freiburg Wallis Gegen Skifahrer in Lawinenhängen ist kein Kraut gewachsen

Sieben Lawinenopfer in 24 Stunden, drei davon im Wallis - das ist die Bilanz der Altjahreswoche 2013. Dem Schweizerischen Bergführerverband und den Walliser Rettern reisst diese Tatsache am Nerv. Alle Warnungen, nicht ausserhalb der markierten Pisten Ski zu fahren, sind offensichtlich nutzlos.

Eine Tafel sperrt lawinengefährdete Hänge - zu oft werden solche Warnungen ignoriert.
Legende: Eine Tafel sperrt lawinengefährdete Hänge - zu oft werden solche Warnungen ignoriert. Keystone

Bergführer, Bergretter und Behörden zogen am Freitag in Sitten eine ernüchternde Bilanz: Alle bisherigen Warnungen und Signalisationen, die gesicherten Skipisten nicht zu verlassen, werden von immer mehr Skifahrern ignoriert.

Gründe dafür sind bessere Ausrüstung, eine viel höhere Risikobereitschaft vorab von jungen Leuten, Unkenntnis von ausländischen Gästen und eine Skisportwerbung, die grenzenlose Freiheit im Neuschnee verspricht. Die Folge davon sind unnötige Lawinenunglücke mit Todesopfern.

Suche nach der Botschaft, die bei den Leuten auch ankommt

Die Fachleute haben keine klare Antwort, weshalb die Warnung vor Lawinengefahren ausserhalb der Pisten bei vielen Gästen nicht ankommt. Immerhin werden zum Beispiel Walliser Kinder schon in der Schule darauf aufmerksam gemacht.

Die Behörden und Retter wünschen sich deshalb noch mehr Präsenz in den Medien und eine bessere Ausbildung für jene, die zum Beispiel Lawinenrettungsgeräte kaufen. Und da ist noch die Werbung, die mit Pulverschnee und frischen Hängen eine verhängnisvolle Freiheit vorgaukelt.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Glatzi, 4153 Reinach
    Jedes Wochendende seit Saisonbeginn dasselbe. Offizielle Pisten sind mit "Gesperrt Tafel" und Netzen abgesperrt, wer färt durch: Familienväter mit ihren Kindern. Sensationelle Vorbilder. Später sind es dann diese Jugendlichen, aber nicht nur, die dann auch neben der Piste durch gefährliche Hänge abfahren und teilweise dann eben Lawinen auslösen und sich selbst verschütten, verletzen oder andere. Es ist eben nicht nur die Werbung. Wir wissen doch alle dass Werbung trügerisch ist!
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Ein moeglicher Rettungseinsatz ist iR sehr gefaehrlich... ergo gepfefferte Bussen wenn "Extremer" erwischt werden und nach Rettungseinsatz gepfefferte Kostenabwaelzung an den/die Verursacher! Denn wenns ans Portemonnaie geht wird der Sanfteste HART! Ja und wie wenn man bei Fahrverbot TROTZDEM faehrt.. wie im Verkehr, 6Monate Fahrverbot und Einzug des Ski etc Materials. Hilft!
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  • Kommentar von P.Paulus, Winterthur
    Die Idioten liegen lassen bis im Frühjahr. Es macht kein Sinn, dass Retter ihr Leben für hirnlose riskieren.
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