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Kleinere und mittlere Unternehmen verlangen Unterstützung, um überleben zu können
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 18.03.2020.
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Geschäfte geschlossen Berner KMU-Verband fordert Hilfe

Der Coiffeur, die Kleiderboutique, der Elektrohändler: Das Gewerbe steckt in der Coronakrise und fordert Hilfe.

«Ohne Hilfe geht es nicht», sagt Christoph Erb, Direktor des Verbandes Berner KMU. Beim grössten Wirtschaftsverband des Kantons laufen die Drähte derzeit heiss. Viele der 21'000 Mitglieder möchten wissen, wie es bei ihnen mit Kurzarbeit aussieht oder wie sie finanzielle Engpässe überbrücken können. Da sei aber zu viel unklar, sagt Erb. Er fordert, «dass man weiss, woran man ist.»

Vor allem KMU brauchen Geld.
Autor: Christoph ErbDirektor KMU Bern

Es sei wichtig, dass Unternehmen – insbesondere KMU – rechtzeitig flüssige Mittel erhalten. Der Bund, aber auch der Kanton Bern müssten hier Lösungen finden, sagt Erb. «Zum Beispiel mit langfristigen Darlehen, die man erst nach fünf Jahren oder noch länger zurückzahlen muss.» Erb rechnet damit, dass es zu Härtefällen kommen wird. Start-ups, aber auch andere Kleinbetriebe würden grosse Probleme bekommen.

Wie die Stadt Bern dem Gewerbe hilft

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Wenn die Stadt Bern Aufträge vergibt, lockert sie nun die Auflagen, zum Beispiel für Baufirmen, Lieferanten oder andere Dienstleister. So müssen sie bei Aufträgen zwischen 10'000 und 100'000 Franken weniger Nachweise vorlegen. Ein Teil des Papierkrams soll wegfallen. In Zeiten der Coronakrise könne das Gewerbe diesen Nachweis kaum mehr beschaffen, schreibt die Stadt Bern in einer Mitteilung.

Die Berner Stadtregierung will auch bei den Gebühren die Fristen für die Bezahlung verlängern. Dasselbe fordert die Stadt auch vom Kanton Bern. Zudem solle die Berner Kantonalbank rascher und unbürokratischer Kredite vergeben.

So eine Situation hätten wir zuletzt beim Zweiten Weltkrieg erlebt: «Darum muss es möglich sein, dass Bund und Kanton Geld sprechen», meint der Direktor von Berner KMU, Christoph Erb. Der Verband versuche, Druck auf die Behörden zu machen, damit diese Geld sprechen, aber auch klarer sagen würden, was Sache sei.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr;

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