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Andreas Moser: «Es ist denkbar, dass künftig mehr Goldschakale in die Schweiz einwandern»
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 03.07.2020.
abspielen. Laufzeit 02:26 Minuten.
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Geschütztes Grossraubtier Goldschakal auf Freiburger Boden gesichtet

Im Juni wurde im Kanton Freiburg zwei Mal ein Goldschakal beobachtet. Ist das eine gute oder eine schlechte Nachricht?

Die erste Sichtung eines Goldschakals fand am 19. Juni in der Region des Jagdbanngebiets Dent de Lys statt, die zweite am 26. Juni in der der Gemeinde Le Mouret im Freiburger Saanebezirk, schreibt das Freiburger Amt für Wald und Natur. Die Beobachtungsstellen sind mehrere Kilometer voneinander entfernt.

Auf der Suche nach einem neuen Territorium

In beiden Fällen wurde das Tier während des Tages beobachtet, was auf ein männliches Individuum hindeute, das auf der Suche nach einem neuen Territorium sei.

Goldschakal in einer Fotofalle
Legende: Ein Goldschakal tappt in eine Fotofalle, in der Surselva im Bündner Oberland am 27. Dezember 2015. Keystone

Bereits im Dezember 2019 wurde im Kanton Freiburg ein Goldschakal gesichtet: Es handelte sich um einen Kadaver, der auf der Kantonsstrasse zwischen Sugiez und Galmiz gefunden wurde. 2011 wurde erstmals ein Goldschakal in der Schweiz gesichtet.

Die Fronten sind klar

Was bedeutet das für den Kanton Freiburg? «Der Reflex ist ähnlich wie beim Wolf», sagt Biologe und Redaktionsleiter der SRF-Sendung Netz Natur, Andreas Moser. «Jägerinnen und Jäger befürchten neue Konkurrenz, in der Landwirtschaft befürchtet man Schäden, Naturschützerinnen und Naturschützer freuen sich.» Für den Menschen sei der Goldschakal völlig harmlos.

Der Goldschakal ist für den Mensch absolut harmlos.
Autor: Andreas MoserRedaktionsleiter von Netz Natur

Ursprünglich ist der Goldschakal in Osteuropa heimisch. Die Klimaerwärmung ist möglichweise dafür verantwortlich, dass er nach Westen wandert, so Moser.

Der Goldschakal

Der Goldschakal ähnelt einem mittelgrossen Hund mit buschigem Fell. Er ist ein Allesfresser und lebt meist paarweise oder in kleinen Rudeln. Der Wolf ist einer seiner natürlichen Feinde.

In der Schweiz gilt er gesetzlich als einheimisches Grossraubtier, ebenso wie der Bär, Wolf oder der Luchs und ist damit geschützt.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 12:03 Uhr ;

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