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Legende: Audio Das grosse Gewächshaus im Seeland wird nicht gebaut – die Gründe abspielen. Laufzeit 02:31 Minuten.
02:31 min, aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 13.05.2019.
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Gewächshaus Seeland Das Projekt bleibt eine Vision

Das im Berner Seeland geplante grosse Gewächshaus wird nicht gebaut. Die Gründe sind vielfältig.

110 Fussballfelder gross sollte das Gewächshaus im Berner Seeland werden. Die Initiantin, die Genossenschaft Gemüseerzeuger Seeland, wollte damit mehr Tomaten, Gurken oder Peperoni in der Schweiz anbauen und damit weniger aus dem Ausland importieren.

Doch daraus wird nichts: Das Projekt ist beerdigt worden, wie Radio SRF erfahren und das Bieler Tagblatt am Montag publik gemacht hat. Die Gründe dafür seien vielfältig, sagt Sam Zurbrügg, Geschäftsführer der Gemüseerzeuger Seeland. «Es kamen die üblichen Befürchtungen, wie dass das Projekt Mehrverkehr bringe.»

Die eine Gemeinde sagte, sie wolle diese Leute nicht.
Autor: Sam ZurbrüggGemüseerzeuger Seeland

Es habe aber auch spezielle Gründe gegeben für die Ablehnung. Zum Beispiel wegen der 100 Arbeitsstellen, die geschaffen werden sollten. Eine Gemeinde habe diese Stellen nicht gewollt: «Es wären vorwiegend Erntehelfer gewesen – und das seien keine guten Steuerzahler.»

Zu wenig Ackerland

Ein weiteres Problem: Der Kanton Bern war nicht erfreut über das Projekt. Bei einem Gewächshaus gilt der Boden nicht mehr als Ackerland. Bern hat nur noch sehr kleine Ackerlandreserven und wollte von diesen nichts an ein Gewächshaus geben. All diese Gründe führten dazu, dass die Planung eines grossen Gewächshauses gestoppt wurde.

Mehrere kleine statt ein grosses?

Die Gemüseerzeuger haben bereits neue Pläne: In mehreren kleineren Gewächshäusern sollen Tomaten oder Gurken produziert werden. Sie wären nur noch rund zehn Hektare gross und nicht mehr 80 Hektare. Ein Standort wurde der Genossenschaft bereits angeboten – von einem ihrer Mitglieder, einem Gemüsebauer.

Geschäftsführer Sam Zurbrügg hofft, dass das Baugesuch für das erste Gewächshaus im Herbst beim Kanton Bern eingereicht werden kann. Und er glaubt daran, dass dieses Projekt auch auf weniger Widerständ stösst.

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