Gleiches Gymnasium für alle im Kanton Bern

Der Übertritt ins Gymnasium nach acht Schuljahren soll im Kanton Bern zum Normalfall werden. Ein entsprechender Vorschlag des Regierungsrats stiess im Konsultationsverfahren auf breite Zustimmung.

SChüler in einem Klassenzimmer Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Schülerinnen und Schüler sollen alle den gleichen Weg für die Matura beschreiten. Symbolbild/Keystone

Heute ist der gymnasiale Unterricht im 9. Schuljahr unterschiedlich organisiert. Manche Neuntklässler besuchen bereits ein Gymnasium, andere absolvieren das erste Gymnasialjahr noch an ihrer Sekundarschule. Der Regierungsrat strebt eine Vereinheitlichung an und schickte Ende Mai mehrere Vorschläge in die Konsultation.

Gute Noten erhielt dabei das Modell Quarta: Die Schüler sollen im Normalfall nach dem 8. Schuljahr in ein Gymnasium übertreten. Dies teilte die Erziehungsdirektion am Mittwoch mit.

Die Möglichkeit, den gymnasialen Unterricht im 9. Schuljahr in der Sekundarschule zu besuchen, würde also wegfallen. Damit wäre der Schulunterricht überall ein Jahr kürzer.

Die Befürworter des Modells versprechen sich davon eine verbesserte Bildungsqualität. Das Modell Quarta wird frühestens 2017 umgesetzt. Zunächst wird sich der Grosse Rat mit der Neuerung befassen müssen.