Grindelwald: Keine Urnenabstimmung zum V-Bahnprojekt

Die Abstimmung in Grindelwald über das V-Bahnprojekt Richtung Männlichen und Eigergletscher findet an der Gemeindeversammlung statt. Der Regierungsstatthalter von Interlaken lehnt das Begehren nach einer Entscheidung an der Urne ab.

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Bildlegende: Grindelwald steht vor einer wichtigen Gemeindeversammlung. Keystone

Beim sogenannten V-Projekt handelt es sich um die Absicht der Jungfraubahnen, von Grindelwald zwei neue Seilbahnen zu bauen, Richtung Männlichen und Richtung Eigergletscher. Die Gemeinde muss im Herbst 2014 über die planungsrechtlichen Änderungen entscheiden.

Das Vorhaben ist in Grindelwald umstritten. Eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürger verlangten deshalb vom Regierungsstatthalter, es sei eine Urnenabstimmung anzuordnen. 900 Einheimische und 400 Gäste unterstützten die Petition.

Grossandrang erwartet

Statthalter Martin Künzi lehnte das Anliegen allerdings ab, weil für planungsrechtliche Vorlagen die Gemeindeversammlung zuständig sei. Und er könne daran nur etwas ändern, wenn das Lokal für eine solche Versammlung nicht gross genug sei. Aber da der Gemeinderat ohnehin erwäge, die Versammlung in die Curlinghalle oder gar in die Eishalle mit ihren 2000 Plätzen zu verlegen, stehe einer geordneten Gemeindeversammlung nichts im Wege.