Haus an die Erben überschreiben könnte bald schwieriger werden

Das Berner Kantonsparlament verlangt von der Regierung, dass sie strengere Regeln prüft, wenn Eltern ihren Nachfahren einen Erbvorbezug gewähren. Damit soll das Problem gelindert werden, wenn später die öffentliche Hand Ergänzungsleistungen oder Sozialhilfe ausrichten soll.

Zu Lebzeiten frühzeitig das Haus an die Kinder überschreiben, damit später der Staat nicht die hohle Hand machen kann, das ist in der Schweiz gang und gäbe.

Rentner beim Spazieren. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Rentner sorgen oft frühzeitig vor und überschreiben ihre Vermögenswerte, wie zum Beispiel Häuser, an ihre Nachkommen. Keystone

Zum System gehört es aber auch, dass der Staat später diese Eltern finanziell unterstützt, wenn diese zum Beispiel wegen eines Heimaufenthalts oder wegen eines Pflegefalls auf Ergänzungsleistungen oder Sozialhilfe angewiesen sind. Das Geld, das für den Heimaufenthalt nötig wäre, besitzen jedoch mittlerweile die Kinder.

Das stört die SP. Sie verlangte am Donnerstag von der Regierung, dass sie gegen diese Ungerechtig Massnahmen trifft.

Mit 88 zu 45 Stimmen verlangte das Kantonsparlament von der Regierung, dass es versucht, jeglichen Vorbezug von Erbteilen strenger zu regeln.