Haute Cuisine zu Marilyn Manson am Openair Gampel

Das Gampel-Festival ist auch als «Party-Openair» bekannt, eine Bar reiht sich an die andere. Und mittendrin: ein zweistöckiges VIP-Zelt mit einem Angebot, welches so gar nicht zum bodenständigen Gampel passen will. Ein Erfahrungsbericht.

Drei gedeckte Tischchen, in der Ferne die Hauptbühne. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ungewohnte Kombination: Das Nobelrestaurant und die Festival-Bühne. ZVG

Es sieht gediegen aus im ersten Stock des VIP-Zelts: Schön gedeckte Tische, Kerzen, Stoffservietten. Das Ambiente stimmt und die Köche bereiten das Fleisch vor den Augen der Gäste zu - man wähnt sich in einem Nobelrestaurant und nicht an einem Openair-Festival.

300 Franken kostet der Spass - zu viel für die üblichen Festivalbesucher, gibt der Medienverantwortliche, Olivier Imboden, zu: «Unser Zielpublikum sind eigentlich 16-25-Jährige, hier ist der Schnitt wohl eher bei 40-45. Aber es ist auch ein ganz anderes Publikum, welches dieses Angebot schätzt.»

«Echte Musikfans sind vor der Bühne»

Tatsächlich, die VIP-Gäste, welche mehrheitlich von regionalen Unternehmen eingeladen wurden, sind begeistert: «Das Essen ist super, der Platz genial, die Sicht ist toll» sagt eine Besucherin. Ein weiterer ergänzt: «Es ist tatsächlich sehr speziell, wir finden es sensationell.»

Die Besucher scheint es auch nicht gross zu stören, dass wegen starken Winden der Vorhang des VIP-Zelts geschlossen werden muss und sie vom Konzert von Marilyn Manson kaum etwas mitbekommen. «Hier sind vor allem Geschäftsleute, die Kontakte knüpfen wollen und ihren Kunden etwas bieten wollen», sagt Gampel-Sprecher Olivier Imboden. «Echte Musikfans sind vor der Bühne.»

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr)