«Helvetische Revolution» in Murten zieht düstere Bilanz

Zu wenig Publikum, zu wenig Sponsoring: Damit endet das Freilichttheater mit einem Defizit. Das Stück «1476» zur Murtenschlacht vor zwei Jahren hatten drei mal mehr Leute besucht.

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Bildlegende: Viel Herzblut und Einsatz bei der «Helvetischen Revolution» - trotzdem resultiert ein Defizit. zvg (© Marcel Bieri/Murten Productions)

11'000 Zuschauerinnen und Zuschauer haben das Freilichttheater «Helvetische Revolution» in Murten besucht. Deutlich zu wenig, um finanziell über die Runden zu kommen: Die Organisatoren melden ein «grosses Defizit». Wie gross es sein wird, sei noch nicht klar.

«  Ein trauriger Abschluss. »

Martina Schelker
Co-Produzentin Murten Productions

«Eine Erklärung ist sicher das Wetter», sagt Martina Schelker, Co-Produzentin der Murten Productions. Eine andere sei möglicherweise, dass die Helvetische Revolution als Thema nicht gleich gut gezogen habe wie die Murtenschlacht vor zwei Jahren. Damals kamen 36'000 Zuschauerinnen und Zuschauer.

«Paradox ist einfach, dass die Leute, welche das Stück gesehen haben, sehr berührt waren.» Künstlerisch sei das Stück zur Helvetischen Revolution ein Erfolg gewesen, kommerziell resultiere trotzdem ein Defizit, sagt Martina Schelker. «Das ist ein trauriger Abschluss.»

11 professionelle Darsteller, 38 Statisten und 44 Kinder sowie rund 80 Kreative, Mitarbeitende und Helfer waren in die 32 Inszenierungen involviert, schreiben die Organisatoren des Freilichttheaters. Wie es mit ihrer Produktionsfirma weitergehe, könnten sie noch nicht sagen.

Auch Sponsoren fehlten

Die Rahmenbedingungen waren für das Stück «Helvetische Revolution» schwieriger als bei der ersten Produktion zur Murtenschlacht vor zwei Jahren, schreibt das Team von Murten Productions. Es sei nicht gelungen, einen Hauptsponsor zu finden. Und auch Fördergelder hätten sie weniger bekommen.