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Messerangriff in Bramois (VS) Hintergründe zur Gewalttat im Wallis weiterhin unklar

Eine gewalttätige Auseinandersetzung am Weihnachtstag hat einen Toten und drei Verletzte gefordert.

Das Wichtigste in Kürze

  • In Bramois (VS) findet die Polizei zwei mit einem Messer verletzte Männer und einen Toten.
  • Zuvor hatte sich eine 70-jährige Frau mit Schnittverletzungen in der Notfallaufnahme des Spitals Sitten gemeldet.
  • Laut Polizei ist offen, ob der tot aufgefundene Mann der Täter oder selbst ein Opfer war.

Oberhalb des Walliser Dorfes Bramois in der Gemeinde Sitten hat die Kantonspolizei am Sonntag nach einer gewalttätigen Auseinandersetzung einen Toten und zwei Verletzte gefunden.

Zuvor hatte sich eine 70-jährige Frau mit Schnittverletzungen auf der Notfallstation des Spitals in Sitten gemeldet. Gestützt auf ihre Äusserungen begab sich die Walliser Kantonspolizei nach Bramois in die Nähe der Einsiedelei Longeborgne.

Hier traf sie auf die zwei verletzten Männer im Alter von 70 und 30 Jahren. Der jüngere wurde mit schweren Verletzungen mit einem Helikopter ins Spital geflogen. Die Verletzungen stammten vermutlich von einem Messer, sagte ein Polizeisprecher.

Ist der Täter auf der Flucht?

Bei einer genaueren Suche in der Umgebung des Pilgerweges zur «Eremitage Longeborgne, Link öffnet in einem neuen Fenster» entdeckte die Polizei im Bachbett einen leblosen Mann. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass dieser Mann ebenfalls an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen sei, teilte die Polizei mit. Er sei mit dem schwerverletzten 30-Jährigen verwandt.

Kartenausschnitt
Legende: Die «Eremitage Longeborgne», eine Einsiedelei oberhalb des Dorfes Bramois. RTS

Laut Polizei ist die Rolle des Toten noch unklar. Zum Täter hiess es lediglich, es sei derzeit keine «potenziell gefährliche Person auf freiem Fuss.»
Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Die Polizei fand keine Hinweise auf ein religiöses Motiv.

Im Interview mit dem Westschweizer Fernsehsender RTS äusserte sich am Montag der Leiter der Einsiedelei zum Vorfall. Er habe sich um den 70-jährigen Verletzten gekümmert, einen regelmässigen Gast. Der Verletzte habe stark an der Wange geblutet und berichtet, jemand bedrohe Personen, die zur Einsiedelei aufsteigen wollten.

Die Einsiedelei «Unsere Liebe Frau von Longeborgne» oberhalb des Dorfes Bramois ist ein historischer Pilgerort, Link öffnet in einem neuen Fenster. Die Einsiedelei mit einer Kapelle ist am Fusse einer Felswand in der Schlucht des Flusses La Borgne gebaut.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe  (M. Roe)
    Vielleicht Blutrache?
    1. Antwort von Christian Müller  (phin)
      und auch wenn sie es noch 10 mal hier rein schreiben wissen wir es nicht! Spekulationen nützen nichts, das muss seriös abgeklärt werden und bis dahin bleibt einem nur fassungslosigkeit und entsetzen über eine solch schreckliche Tat!
  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Das war also Weihnachten 2016.
  • Kommentar von M. Roe  (M. Roe)
    Ich würde gerne das Herkunftsland der Beteiligten wissen. Es ist einfach nicht richtig, dass man Schweizer auf diese Weise zu unrecht in schlechteres Licht setzt. Zum Kommentar von Bortsch: Leider ist die "Blutrache" der Moslems immer mehr im Vormarsch (je mehr hier leben desto mehr solche Taten) und gerade aus diesem Grund wäre es wichtig zu wissen, welchen Ursprung ein Mensch hat, der in ein Verbrechen verwickelt ist.
    1. Antwort von Adrian Flükiger  (Ädu)
      @Roe: Wenn die Umstände geklärt sind, dann bin ich auch für eine Herkunftsbezeichnung - vorher macht das wenig Sinn... Sie sind auch das beste Beispiel für das Anheizen von Spekulationen, wenn Sie hier an anderer Stelle von Blutrache sprechen. Das soll die Polizei nun mal seriös abklären, ist halt kein 45' TV-Krimi, der am Schluss einen Deppen überführt, geht halt länger...cool bleiben und die Nerven behalten.