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Hochwasserschutz an der Rhone Eine Milliarde Franken für die Rhonekorrektion

  • Für den Hochwasserschutz im Wallis und in der Waadt (Chablais) will der Bundesrat 1,022 Milliarden Franken bereitstellen. Er hat einem Kredit für die dritte Rhonekorrektion zugestimmt.
  • Bei der Rhonekorrektion handelt es sich um das grösste Hochwasserschutzprojekt in der Schweiz. Entlang der Rhone auf einer Länge von 162 Kilometern sollen rund 100’000 Menschen vor möglichen Überschwemmungen geschützt werden.
  • Der Kredit soll für die zweite Etappe zwischen 2020 und 2039 eingesetzt werden und muss nun vom Parlament bewilligt werden.
Legende: Video Aus dem Archiv: Referendum gegen Rhonekorrektur abspielen. Laufzeit 02:02 Minuten.
Aus Tagesschau vom 07.06.2015.

Zweite Etappe bis 2039

Die dritte Rhonekorrektion (R3) soll in erster Linie vor Hochwasser schützen. Bestehende Schutzbauten sind teilweise schon sehr alt. Für die zweite Umsetzungsetappe von 2020 bis 2039 beantragt der Bundesrat beim Parlament einen Gesamtkredit. Diese Subventionen gemäss Wasserbaugesetz decken rund 62 Prozent der Gesamtkosten.

Im Schnitt ergeben sich jährliche Kosten von 51 Millionen Franken für den Bund. Insgesamt schätzen die Kantone Wallis und Waadt als Bauherren die Kosten für die dritte Rhonekorrektion auf 3,6 Milliarden Franken. Die Bauzeit wird bis etwa zur Mitte dieses Jahrhunderts dauern.

Finanzierung im Grossrat bewilligt

Mitte November hat der Walliser Grosse Rat das kantonale Gesetz zur Finanzierung der R3 mit 97 gegen 10 Stimmen bei 14 Enthaltungen angenommen. Gemäss dieser Kostenaufteilung bleibt der Anteil, den die Gemeinden und die SBB übernehmen müssen, bei zwei Prozent. Die Obergrenze beträgt maximal 2,4 Milliarden Franken.

Gestaltungs-Wettbewerb ausgeschrieben

Die Kantone Wallis und Waadt haben zudem einen internationalen Wettbewerb zur Gestaltung der öffentlichen Räume entlang der Rhone lanciert. Auf einem Pilot-Abschnitt in Visp habe sich das enorme Potenzial gezeigt, das die R3 nicht nur hinsichtlich der Landschaftsgestaltung, sondern auch für Erholungsgebiete und Verkehr berge, teilten die Behörden mit.

Beim Wettbewerb bis Herbst 2019 geht es um die Gestaltung auf den Dammkronen auf beiden Seiten der Rhone auf über 160 Kilometer zwischen Gletsch im Goms bis zum Genfersee.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Vetterli (markusvetterli)
    Aberwitzig: Wenn es darum geht, ein einziges Tal vor Hochwasser zu schützen, sind Milliarden offenbar kein Problem für die Schweiz. Wenn wir zwei Berge durchbohren, sind auch Dutzende von Milliarden kein Problem - aber wenn wir das Klima schützen müssten, um solche Hochwasser an der Rhone noch einzudämmen, dann sind unseren Parlamenten ein paar Milliönchen für die Solarenergie schon zuviel - Verhältnisblödsinn mit Faktor 1000! - Wo bleibt die Solarmilliarde, die unser Land in die Zukunft führt?
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  • Kommentar von Norbert Zehner (ZeN)
    Abgestimmt und nur knapp vom Walliser Stimmvolk angenommen wurden im 2015, also vor nur 3 Jahren (!), Gesamtbaukosten von gut 1.8 Mia Fr. Kaum begonnen im weit über 10 Jahre dauernden Projekt ist daraus nun 3.6 Mia Fr Summe geworden. Was wird sie wohl in 10 Jahren sein? Diese schon Verdoppelung der Kosten werden keineswegs von Hochwassersicherheit verursacht, sondern von grünen NGO Sonderwünschen, die von Verwaltung eigenmächtig nachträglich am Volk vorbei ins Projekt reingeschleust werden.
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  • Kommentar von Tom Duran (Tom Duran)
    1 Milliarde um eine hausgemachten Fehler zu korrigieren, gleichzeitig aber einem Sozialhilfebezüger oder IV Rentner ohne Rot zu werden behaupten es sei kein Geld für ihn in der Kasse. In was für einem Land mit was für Politikern leben wir nur?
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