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Hohsaas-Bergbahn in der Krise Gesamter Verwaltungsrat tritt erneut zurück

Zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres muss der Verwaltungsrat der Hohsaas-Bergbahnen komplett neu aufgestellt werden.

Der Hohsaas-Bergbahn in Saas-Grund steht das Wasser bis zum Hals. Sie befindet sich in einer finanziellen Notlage, kämpft mit Liquiditätsproblemen. Um ein Haar konnten die Verantwortlichen den Konkurs abwenden, das Bezirksgericht Visp währte der Bahn eine Nachlassstundung. Damit hat der Verwaltungsrat Zeit gewonnen, um Lösungen aus der Krise zu finden und die Hohsaas-Bergbahnen AG zu sanieren.

Es ist eine äusserst schwierige Situation für die Bergbahnen. Zuletzt zeigte sich der Gemeindepräsident von Saas-Grund Bruno Ruppen gegenüber SRF News jedoch zuversichtlich: «Wir werden einen Weg finden, die Bahn wieder auf die Spur zu bringen.» Nun kommt jedoch alles anders als gedacht. Der gesamte Verwaltungsrat meldete am Mittwoch via Mitteilung seinen Rücktritt an.

Differenzen mit dem Hauptaktionär

Wie es in der Mitteilung heisst, geben die Verwaltungsräte als Begründung an, dass es unterschiedliche Auffassungen zwischen dem Hauptaktionär und dem Verwaltungsrat bezüglich der strategischen Ausrichtung und der Sanierung gibt. Als Hauptaktionär der Bahnen fungiert die Gemeinde Saas-Grund.

Die Verantwortung ist für manche wohl zu gross.
Autor: Bruno RuppenGemeindepräsident Saas Grund

Gemeindepräsident Bruno Ruppen sieht einen Grund für die Rücktritte darin, dass der Zusammenhalt fehlt und: «Die Verantwortung ist für manche wohl zu gross. Die Lage ist alles andere als einfach.» Und der demissioniernde Verwaltungsratspräsident Reto Werlen sagt seinerseits: «Die Interessen der Gemeinde und des Verwaltungsrats gehen in zwei verschiedene Richtungen. Es ist besser nun neuen Leuten Platz zu machen.»

Es ist besser, nun neuen Leuten Platz zu machen.
Autor: Reto WerlenAbtretender Verwaltungsratspräsident der Hohsaas-Bahnen

Damit muss sich die Bergbahn schon zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres komplett neu ausrichten. Im November 2017 wurde der gesamte Verwaltungsrat zuletzt erneuert.

Der Grund damals lag jedoch darin, dass die Verantwortlichen den Verwaltungsrat «entpolitisieren» wollten, da beispielsweise auch der Gemeindepräsident Bruno Ruppen Einsitz hatte.

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