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Aus Rundschau vom 10.06.2015.
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Bern Freiburg Wallis Hunderte Flüchtlinge suchen im Kanton Bern nach leeren Wohnungen

Rund 240 anerkannte Flüchtlinge warten im Kanton Bern darauf, dass sie aus dem Durchgangszentrum in eine Mietwohnung ziehen können. Doch solche Wohnungen zu finden, ist schwer. Besonders in der Stadt Bern fehlt es an freiem Wohnraum – und an Geld.

«Die Flüchtlinge kommen in die Schweiz, um hier zu bleiben», sagt der bernische Polizeidirektor Hans-Jürg Käser. «Deshalb müssen wir für sie möglichst schnell passende Wohnungen finden.» Damit will Käser auch den Druck bei den Durchgangszentren wegnehmen. 26 solche Kollektivunterkünfte bietet der Kanton Bern an mit 2400 Betten.

Für die Platzierung in Mietwohnungen sind die Hilfswerke zuständig. Sie haben einen Leistungsauftrag des Kantons Bern. Caritas Bern hat im Bereich der anerkannten Flüchtlinge den Überblick.

Der Druck ist riesig, passende Wohnungen zu finden.
Autor: Judith LedezmaCaritas Bern
Ein Mann geht mit einem Koffer eine Treppe hoch.
Legende: Raus aus dem Durchgangszentrum, rein in die eigene Wohnung: ein Flüchtling zieht um. Keystone/Symbolbild

240 Flüchtlinge warten im Moment auf eine passende Wohnung. «Im Schnitt dauert es rund vier Monate, bis wir auf dem Wohnungsmarkt ein passendes Objekt gefunden haben», sagt Judith Ledezma, Leiterin Fachstelle Wohnen der Caritas. Eine Wohnung für anerkannte Flüchtlinge darf 900 Franken pro Monat kosten. «Der Druck ist riesig, möglichst viele Wohnungen für die Flüchtlinge zu finden.»

Noch schwieriger ist es in der Stadt Bern, passenden Wohnraum für jene Menschen zu finden, die noch im Asylverfahren stecken. In der Stadt vermittelt das Kompetenzzentrum Integration Bern Wohnungen an Asylsuchende.

Wir mieten fast alles, was uns auf dem Berner Wohnungsmarkt angeboten wird.
Autor: Ursula HeitzKompetenzzentrum Integration Bern

Für Menschen im Asylverfahren darf eine Mietwohnung höchstens 450 Franken pro Monat kosten. Deshalb mietet die Stadt Bern selber 120 Objekte an, um Asylsuchende unterzubringen; Wohnungen, Häuser und auch drei Baracken. Einem Studio werden 2 Personen zugeteilt, einer 3-Zimmer-Wohnung 4 bis 5 Personen, wie Ursula Heitz vom Kompetenzzentrum Integration erklärt. «Wenn der Standard stimmt, mieten wir fast alles, was uns auf dem Berner Wohnungsmarkt angeboten wird.»

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6 Kommentare

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  • Kommentar von A.Schiess , Zürich
    "...mieten wir fast alles, was uns auf dem Berner Wohnungsmarkt angeboten wird.»...und somit verschwindet auch der bezahlbare Wohnraum für den einfachen Schweizer.
    1. Antwort von S. Brun , Bern
      Niemand kann dazu gezwungen werden, einem Flüchtling eine Wohnung zu vermieten. Zum Glück denken nicht alle wie Sie. In der Regel werden Schweizer Mieter bevorzugt und für die Flüchtlinge bleibt das übrig, was sonst niemand haben will. Aber vermutlich mögen Sie denen noch nicht mal das gönnen!
  • Kommentar von W.Ineichen , Luzern
    Hunderte von Einheimischen auch. Wer hat Vortritt?
    1. Antwort von S. Brun , Bern
      Die Aufenthaltsberechtigung eines Flüchtlings ist auf dem Wohnungsmarkt gleich viel wert wie die Niederlassungsberechtigung eines Schweizers. Wobei es sicher genug Schweizer Vermieter gibt, die keine Flüchtlinge wollen. Das ist gelebte Solidarität! Echt vorbildlich!
  • Kommentar von Rolf Bolliger , Orpund
    Nun können all die Gutmenschen, die mit Scheuklappen und bösen Schimpfwörter gegen die Besorgten im Land vorgehen, endlich ein gutes Werk tun: All die wohnungssuchenden "armen an Leib und Seele verfolgten Flüchtlinge" bei ihnen zu Hause, daheim aufnehmen!
    1. Antwort von S. Brun , Bern
      Wir bezahlen alle Steuern in der Schweiz, ausser denen mit den tiefsten Einkommen. Und diejenigen, die am meisten Steuern bezahlen, jammern in der Regel weniger über die Flüchtlinge als die anderen. Am meisten über das Asylwesen des Bundes gejammert wird in der Regel von denen, die überhaupt keine Bundessteuer bezahlen.