«Ich habe mich beim Schreiben prächtig amüsiert!»

Mit «Bestseller» legt die 33jährige Freiburger Autorin Isabelle Flükiger bereits ihren vierten Roman vor - der erste, der auch auf Deutsch übersetzt wurde. Ein Gespräch über das Schreiben als Befreiung, kleine Hunde und kalte Wohnungen.

«Man kann mich durchaus mit der Erzählerin in meinem Buch vergleichen», sagt Isabelle Flükiger im «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» auf Radio SRF. Auch sie träume davon, eines Tages den grossen Durchbruch als Schriftstellerin zu schaffen. «Schreiben ist meine Art, mich frei zu fühlen», sagt die gebürtige Freiburgerin, die mittlerweile in Bern wohnt.

«Bestseller» ist gespickt mit Wortwitz und einem leicht ironischen Unterton, der den Leser stets etwas im Ungewissen lässt, wie ernst die zum Teil durchaus tiefsinnigen und berührenden Erzählungen zu nehmen sind. «Das Schreiben hat mir sehr viel Spass gemacht», so Flükiger, die zum Schreiben in eine Bibliothek musste, «weil es in unserer damaligen Wohnung zu kalt war.»

Flucht aus der Mittelmässigkeit

In all ihren Büchern gebe es einen roten Faden, sagt Isabelle Flükiger: «Meine Figuren fühlen sich gefangen in der Normalität und Mittelmässigkeit - und wollen sich befreien». Sei es, dass sich zwei junge Freiburgerinnen prostituieren, um der Langeweile des Alltags zu entfliehen, wie in ihrem ersten Roman «Du ciel au ventre» - oder, wie in «Bestseller», eine Sekretärin darauf hofft, eines Tages als Schriftstellerin berühmt zu werden.