«Im Namen Gottes des Allmächtigen» ist umstritten

Das Walliser Kantonsparlament will den ersten Teil der Kantonsverfassung mit der Präambel und den Grundrechten ändern.

Die Walliser Parlamentarier haben am Donnerstag mit grosser Mehrheit beschlossen, auf diese Verfassungsänderung einzutreten. Die Diskussion zeigte aber auch, dass es grosse Unterschiede gibt bei der Zielsetzung der Revision. Während die SP und die radikal-liberalen Verteter vor allem eine Modernisierung anstreben, wollen die Vertreter der SVP vor allem die überholten Passagen ersetzen, aber dennoch an den alten Werten festhalten.

Am deutlichsten zeigte sich diese Auseinandersetzung bei der Diskussion über die Präambel. Der alten Walliser Verfassung ist noch der Satz vorangestellt: «Im Namen Gottes des Allmächtigen». Im Vorentwurf wurde dieser Satz gestrichen und durch den Grundsatz ersetzt, dass neben den christlichen Werten auch andere durch die Geschichte entwickelte Werte als Grundlage gelten sollen. Während diese Erweiterung von der SP und der FDP begrüsst wurde, lehnte die SVP sie strikte ab. Unter solchen Umständen könne sie nicht auf diese Verfassungsänderung eintreten.