Ittigen verstärkt Hilfe für die Partnerstadt Dobrusch

In der weissrussischen Stadt Dobrusch will der Verein «Partnerschaft Ittigen-Dobrusch» eine Spitexorganisation aufbauen. Finanziert wird der Start des Projekts durch eine Stiftung aus Ittigen. Dobrusch und Ittigen sind seit 1990 Partnergemeinden.

Eine alte Frau sitzt auf einem Bettrand. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Bei uns Teil des Alltags, in Dobrusch noch nicht vorhanden: eine Betreuung von älteren Menschen zu Hause. Keystone

Seit 26 Jahren unterstützt die bernische Gemeinde Ittigen die Stadt Dobrusch in Weissrussland. Jahr für Jahr fliessen zwischen 50'000 und 70'000 Franken vor allem in humanitäre Projekte. Die Partnerschaft entstand nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Damals war auch Dobrusch stark betroffen davon.

Erstmals startet der Verein, der hinter dieser Partnerschaft steht, ein grösseres Projekt: Für 140'000 Franken will er eine Spitexorganisation aufbauen. Ausgehend von einem Spitexzentrum in einer alten Berufsschule sollen ältere Menschen betreut werden. Dafür sollen zehn Pflegerinnen und eine Sozialarbeiterin angestellt werden.

«  Es besteht ein Bedürfnis für die Pflege zu Hause. »

Helene Blatter
Verein «Partnerschaft Ittigen-Dobrusch»

Der Aufbau des Spitexzentrums wird von der Stiftung «Jansen PrimeSteps Foundation» finanziert. Hinter ihr steht ein Ehepaar aus Ittigen, das sich auch in anderen Teilen der Welt für humanitäre Projekte engagiert. Die Betriebskosten der Spitex in Dobrusch übernimmt dann der Verein «Partnerschaft Ittigen-Dobrusch».

Präsidentin dieses Vereins ist Helene Blatter. Auf Reisen nach Dobrusch habe sie gesehen, dass es ein Bedürfnis für die Pflege von älteren Menschen zu Hause gebe. «Es hat zwar ein Sozialzentrum für behinderte Menschen, aber es ist wichtig, dass auch Menschen ohne Behinderung Hilfe bekommen.»