Jean-Marie Cleusix soll Mittelschullehrer werden

Die Affäre um den ehemaligen Walliser Chefbeamten Jean-Marie Cleusix lässt die Walliser Politik nicht los. Nach seinem Abgang als Leiter der Dienststelle Unterrichtswesen aus gesundheitlichen Gründen, soll er nun in den Lehrerberuf zurückkehren. Drei Parteien wollen dies verhindern.

Jean-Marie Cleusix beim Sprechen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Soll bald wieder vor einer Klasse stehen: Jean-Marie Cleusix. Keystone

Der ehemalige Chef der Dienststelle für Unterrichtswesen hatte im vergangenen Jahr mit einer Affäre um nicht bezahlte Steuern für Schlagzeilen gesorgt, die sich zu einer Staatsaffäre ausweitete. Ende Juli trat er nach gesundheitlichen Problemen zurück.

Neue Stelle statt juristisches Hickhack

Dem Rücktritt sei eine Vereinbarung mit dem Kanton vorausgegangen. Gemäss dieser Abmachung sei Jean-Marie Cleusix zum Mittelschullehrer am Kollegium von Saint-Maurice und am Kollegium Spiritus Sanctus in Brig ernannt worden, schreibt das Departement von Staatsrat Oskar Freysinger in einer Mitteilung.

Mit der Vereinbarung vermeide der Kanton ein Abwarten der Lohnfortzahlungspflicht von 405 Tagen sowie ein kostspieliges juristisches Verfahren über mehrere Jahre. Ausserdem wäre bis zur Klärung der Rechtslage die Neubesetzung der Stelle des Dienstchefs für Unterrichtswesen nicht möglich.

Parteien wehren sich

Die Rückkehr von Jean-Marie Cleusix in den Lehrerberuf wollen die Unterwalliser Parteien SP, CVP und FDP verhindern, wie sie gemeinsam mitteilten. Sie fordern, dass Jean-Marie Cleusix nicht angestellt wird, bevor alle Umstände seines Abgangs im Bildungsdepartement geklärt sind. Es sei zudem inakzeptabel, dass sich das Bildungsdepartement um einen neuen Arbeitsplatz für Cleusix bemühe.

Sendung zu diesem Artikel