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Legende: Video Jeizinen stopft das Funkloch abspielen. Laufzeit 03:21 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 21.12.2018.
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Jeizinen und das Funkloch Das Walliser Bergdorf bekommt nun doch schnelles Internet

Schnelles Surfen im Internet ist im Walliser Bergdorf Jeizinen kaum möglich. Doch jetzt zeichnet sich eine alternative Lösung ab.

Wer in Jeizinen eine Rechnung per E-Banking bezahlen will, der begibt sich am besten in den Wartesaal der Luftseilbahn, denn das ist der Ort im Dorf, wo es die beste Internet-Verbindung gibt.

Knapp 40 Einwohner zählt das Dorf, das zur politischen Gemeinde Gampel (VS) gehört. In der Ferienzeit vervielfacht sich diese Zahl wegen der vielen Chalet- und Zweitwohnungsbesitzer.

Langes Warten

Vergeblich hatten die Jeiziner vor einigen Jahren gehofft, dass ihr Dorf schnelles Internet bekomme. Damals wurde Gampel im Talgrund ans Glasfasernetz angeschlossen. Die Einwohner in Jeizinen hingegen wurden vertröstet und es dürften noch sieben bis acht weitere Jahre vergehen, bis das Bergdorf Anschluss ans Glasfasernetz finden wird.

Dank Richtfunk aus dem Funkloch

Solange wollen die Jeiziner indes nicht mehr warten. Nun hat ein Appenzeller Internet-Unternehmer eine alternative Lösung im Dorf installiert. Die Richtfunk-Technologie erlaubt schnelles Internet bei vergleichsweise kleinem Installationsaufwand.

Antenne auf Hausdach, im Hintergrund ist ein Berg erkennbar
Legende: Richtfunk-Technologie ermöglicht schnelles Internet in Jeizinen. SRF

«Wir müssen keine baulichen Massnahmen ergreifen. Wir können die Daten ganz einfach per Funk übertragen. Der Kunde braucht lediglich Sichtkontakt zu unseren Antennen», erklärt Markus Breitenmoser. Nun hofft er darauf, in der Region rund um Jeizinen bis zu 300 Abonnenten für sein Produkt zu gewinnen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Bauert (A. Bauert)
    Schön, dass es in der Schweiz Leute gibt, die sich was einfallen lassen und es umsetzen. Letztlich gewinnen alle. Es gibt noch einige Dörfer, z.B. im Bündnerland, die kaum Internet haben und deren Schule damit arbeiten können sollte.
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    1. Antwort von Max Fehr (Max Fehr)
      Es existieren Unternehmungen, welche seit Jahren Langstrecken-WLAN Netze für die Bevölkerung von Randregionen bauen und sicherstellen, dass der digitale Graben in diesen Regionen mit Langstrecken-WLAN nicht mehr tiefer wird.
      Im Wallis werden schon heute ab Brig Richtung Obergoms alle höher gelegenen Regionen mit schnellen Internet Anschlüssen mit Langstrecken-WLAN versorgt. Aber nicht nur im Wallis wird Langstrecken-WLAN eingesetzt, sondern ist In der ganzen Schweiz verfügbar.
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  • Kommentar von Samuel Müller (Samuel Müller)
    In den entlegensten Ecken dieser Welt, wo es nie Telefon gab, gibt es trotzdem desöfteren 4G Internet. Das muss sogar für unsere Verhältnisse sehr günstig zu lösen sein.
    Es gäbe also zu recherchieren, warum das in der Schweiz so lange dauert? Der Telekomunikationsmarkt ist halt trotz Liberalisierung alles andere als frei.
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