Tourismus Jungfraubahn bekommt Angst vor Terror zu spüren

Asiatische Touristen meiden Europa und die Schweiz vermehrt aus Angst vor Terror-Anschlägen. Bei der Jungfraubahn spiegelt sich diese Angst nun in den Besucherzahlen.

Zug der Jungfraubahnen bei der Kleinen Scheidegg, im Hintergrund die Eigernordwand. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Auf dem Weg auf das Joch: Zug der Jungfraubahnen bei der Kleinen Scheidegg. Christian Liechti/SRF

Im vergangenen Jahr reisten noch rund 900'000 Personen aufs Jungfraujoch. Das sind neun Prozent weniger als im Vorjahr.

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Auch in Bern Rückgang

2016 ist die Zahl der Logiernächte in der Stadt Bern um 0,5 Prozent gesunken, auf 710‘000 Übernachtungen. Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen – Terror, Frankenstärke und verminderte Zimmerkapazitäten – sei das ein gutes Resultat, teilt Bern Tourismus mit.

Das ist zwar immer noch das zweitbeste Frequenzergebnis in der Geschichte der Jungfraubahn, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Doch die politischen Unruhen in der Türkei, die Flüchtlingsthematik und die Terroranschläge in Europa hätten sich auf die Besucherzahlen ausgewirkt. Die Bahn habe darum vor allem ins Marketing in Asien investiert.

Bei den weiteren Bahnen, die ebenfalls zur Jungfrau-Gruppe gehören, sind die Zahlen besser. Die Firstbahn hat mit 422'000 Frequenzen 2,5 Prozent mehr Passagiere transportiert. Die Harderbahn verzeichnete mit 345'000 Frequenzen ein Plus von 8,8 Prozent. Das ist ein neuer Passagierrekord. Die Mürrenbahn registrierte 614'000 Personen, ein Plus von 2 Prozent.

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