Kampf gegen «Vermietungszwang» im Wallis

Eigentümer von Zweitwohnungen in Bürchen haben einen Verein gegründet. Sie wehren sich dagegen, dass sie hohe Abgaben zahlen müssen, wenn sie ihre Chalets nicht vermieten.

Dorfansicht von Bürchen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In Bürchen gehen die Auseinandersetzungen zwischen der Gemeinde und den Zweitwohnungsbesitzern weiter. zvg

Immer mehr Walliser Gemeinden wollen von den Ferienwohnungsbesitzern eine Taxe einfordern. Damit sollen diese dazu animiert werden, ihre Chalets zu vermieten. Weiter soll auf diesem Weg neues Geld für Investitionen in Bergbahnen und Pisten aufgetrieben werden.

Die Idee in Bürchen: Ferienwohnungen sollen an 91 Tagen pro Jahr vermietet werden. Falls diese Mindestmietdauer nicht erreicht wird, schuldet der Eigentümer der Gemeinde eine Ersatzgebühr. Diese Abgabe kann durch die Vermietung vermindert werden.

Gegen diesen «Vermietungszwang» laufen viele auswärtige Chaletbesitzer Sturm. Über 300 Einsprachen gingen im Sommer gegen die Pläne der Gemeinde ein. Mit der Gründung des Vereins «Allianz Zweitwohnungseigentümer Bürchen» wollen sie nun ihre Kräfte bündeln, wie sie am Donnerstag mitteilten.