Kanton Bern will Stromlücke mit erneuerbaren Energien füllen

Wenn 2019 das AKW Mühleberg abgeschaltet wird, fallen 40 Prozent des Strombedarfs des Kantons weg. Wasserkraft, Wind- und Solarenergie sollen laut der kantonalen Energiestrategie in die Bresche springen.

Windturbinen im Berner Jura im Abendlicht. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Vor allem Wind- und Solarenergie sollen die Stromlücke schliessen - hier der Windpark auf dem Mont-Soleil. Keystone

Die Energiestrategie des Kantons Bern sieht vor, dass bis in 20 Jahren 80 Prozent des Strombedarfs im Kanton durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Das Ziel werde erreicht, ist Ulrich Nyffenegger, Vorsteher des kantonalen Amts für Umweltkoordination und Energie überzeugt.

Aber: «Ob wir die 40 Prozent, die nach der Abschaltung des AKW Mühleberg wegfallen, schon 2020 durch erneuerbare Energien ersetzen können, wage ich zu bezweifeln. Aber es gibt ja genug Strom auf dem Markt, den wir vorerst einkaufen können.»

Die 40 Prozent Strom, die das AKW Mühleberg liefert, sollen gemäss Ulrich Nyffenegger durch eine Effizienzsteigerung der Wasserkraft und durch Wind- und Solarenergie ersetzt werden. Vor allem bei der Wind- und Solarenergie gebe es noch viel Potenzial. «Bei der Solarenergie alleine sind es 30 bis 40 Prozent», sagt Nyffenegger.