Kanton Freiburg mit einem Defizit

Nach 12 Jahren schreibt die Rechnung des Kantons Freiburg erstmals rote Zahlen. Eine Million Franken Defizit scheint wenig. Doch der Kanton befindet sich an einem Wendepunkt.

Eine Million Franken Defizit auf mehr als drei Milliarden Franken Ausgaben mag nicht viel sein. Doch die Anzeichen sind schlecht. Freiburg schreibt rote Zahlen, obwohl die Steuereinnahmen gestiegen sind. Dies, weil die Ausgaben stärker steigen als die Einnahmen. So muss der Kanton bedeutend mehr für das Gesundheitswesen ausgeben, und zwar für Leute, die sich ausserkantonal behandeln lassen.

Auch vom Bund kommt weniger Geld, zum Beispiel für den Bau von Strassen. «Wir können zum Glück auf unser Vermögen und Rückstellungen zurückgreifen», sagt Finanzdirektor Georges Godel, «sonst wäre das Defizit höher».

Dem Kanton Freiburg stehen schwierige Zeiten bevor. «Die beschlossenen Sparmassnahmen sind berechtigt», betont Godel. Freiburg hat für die kommenden Jahre Sparmassnahmen in der Höhe von rund 400 Millionen Franken beschlossen.