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«Die letzten beiden Monate waren sehr intensiv»
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 05.04.2020.
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Kantonsärztin Linda Nartey «Die Ungewissheit müssen wir aushalten»

Die Corona-Krise hat auf jeden Lebensbereich grossen Einfluss. Besonders stark gefordert sind das Gesundheitssystem und die Wirtschaft. Linda Nartey ist seit März 2018 Berner Kantonsärztin. Sie studierte in Bern und London und erlangte auch einen Master of Science in Epidemiologie. Nach dem Staatsexamen war Linda Nartey als Assistenzärztin in Chirurgie, Gynäkologie/Geburtshilfe und Innere Medizin tätig; auch in einer Hausarztpraxis. Kantonsärztin ist das oberste medizinische Amt im Kanton Bern.

Linda Nartey

Linda Nartey

Berner Kantonsärztin

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Linda Nartey ist 52 Jahre und studierte Medizin in Bern und in London. Seit 2018 ist sie Berner Kantonsärztin. Zuvor arbeitete sie unter anderem als Ärztin im Frauengesundheitszentrum der Stadt Bern, als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung für übertragbare Krankheiten im Bundesamt für Gesundheit und an der Universität Bern.

SRF News: In welchem Stadium der Corona-Krise haben Sie gemerkt, da kommt etwas Grosses auf uns zu?

Linda Nartey: Der genaue Zeitpunkt zu bestimmen ist ziemlich schwierig. In der zweiten Januarhälfte begann der intensive Austausch zwischen dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) und den Kantonen. Damals ging es noch um die Entwicklung in China, um Touristen die bei uns unterwegs sind und um die Vorbereitungen, sollte uns die Corona-Krise auch treffen. Anfang Februar war dann aber klar, dass alle Länder betroffen sein werden, also auch die Schweiz.

Sie haben sich also schon gut zwei Monate mit dem Thema befasst: Wie haben Sie diese Zeit erlebt?

Das waren wirklich sehr intensive Monate. Es gab sehr viel zu tun. Es gab abzuklären, wann und wie das System hochgefahren werden kann. Es ist eine spannende und herausfordernde Situation, die wir nicht alle Jahre erleben. Man darf aber nicht vergessen, dass man als Kantonsärztin nicht eine Einzelkämpferin ist, ausser mir haben da ganz viele andere auch mitgearbeitet.

In der aktuellen Situation sind alle sehr stark gefordert.

Bereitet Ihnen heute noch etwas Sorgen?

Ich glaube nicht, dass ich mich sorgen muss. Es gibt noch Bereiche, in denen wir mehr machen können. Zum Beispiel bei den Pflegeheimen, ob die wirklich alle das nötige Material haben und die nötigen Ressourcen. Eine wichtige Frage ist auch: Sind unsere Spitäler genügend gut vorbereitet? Haben sie genügend Plätze oder nicht? Im Moment ist einfach noch unklar, wie sich die Epidemie in der Schweiz entwickelt. Aber diese Ungewissheit müssen wir nun halt eben aushalten. Anfänglich gingen wir davon aus, dass es alle gleich hart treffen wird wie das Tessin. Heute wissen wir das aber einfach nicht so genau.

Das Gespräch führte Christian Liechti

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr;

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