Kantonsgericht FR: Hohe Arbeitslast und Temperatur-Schwankungen

Das Freiburger Kantonsgericht hat in seinem Jahresbericht 2015 gleich doppelt Grund zu klagen: Einerseits bleibt die Arbeitsbelastung unvermindert hoch, andererseits sind auch die Temperaturschwankungen noch nicht behoben.

Das Kloster aus der Ferne. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Im Sommer zu heiss, um zu arbeiten: Das ehemalige Augustinerkloster. Wikimedia/Ludovic Péron

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Kritisierter Umzug

Der Umzug des Kantonsgerichts – vom Rathaus ins Kloster – wurde von Kritik der Richter begleitet, das Gebäude sei unpassend. Mittlerweile aber habe man sich an die neuen Räumlichkeiten gewöhnt und sei zufrieden, ist zu vernehmen – bis auf die Temperaturschwankungen.

Bereits im März werden unter dem Dach des alten Augustinerklosters 28 Grad gemessen – letzten Sommer mussten zehn Mitarbeiter temporär umquartiert werden, weil ein Arbeiten wegen der Hitze nicht mehr möglich war. Eine mechanische Lüftung soll nun Abhilfe schaffen.

Umgekehrt ist es im Winter im Erdgeschoss eisig kalt. Auch hier sind bauliche Massnahmen umgesetzt oder geplant, zum Beispiel eine neue Schleuse am Eingang oder neue Fenster. Das Freiburger Kantonsgericht ist seit Spätsommer 2013 im alten Augustiner-Kloster in der Freiburger Unterstadt zuhause.

Arbeitsbelastung bleibt hoch

Auch was die Arbeitslast angeht, ist das Kantonsgericht in seinem Jahresbericht nicht zufrieden. Immer komplexere Dossiers sorgten dafür, dass jährlich weit über 1000 Fälle nicht abgeschlossen werden können.

2015 hat das Kantonsgericht insgesamt 2868 Urteile gefällt. Gegen 253 dieser Urteile wurden Beschwerden beim Bundesgericht eingereicht; in 43 Fällen, also in 1,5 Prozent der Entscheide des Kantonsgerichts, wurden sie gutgeheissen.

Das Jahr 2015 des Freiburger Kantonsgerichts


2015
20142013
Neue Fälle286829572933
Erledigte Fälle
288329782817
Hängige Fälle am 31.12128713021323