Bundesasylzentren Kanton Bern Keine Asylsuchende auf dem Waffenplatz Lyss

Lyss bekomme kein Bundesasylzentrum, sagt Regierungsrat Käser. Es bleibt bei den Standorten Kappelen und Bern.

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Bildlegende: Die Kaserne in Lyss wird definitiv nicht zum Bundesasylzentrum. Mirjam Spreiter/SRF

Das bestehende kantonale Durchgangszentrum im Industriegebiet von Lyss, aber auf Kappeler Boden, soll zu einem Bundesasylzentrum ausgebaut werden. Dem hätten ja Kappelen und Lyss zugestimmt, sagte Regierungsrat Hans-Jürg Käser im Berner Kantonsparlament. Aber ein zweites Bundesasylzentrum auf dem Waffenplatz in Lyss werde es nicht geben, versprach Käser.

«  Lyss wird nicht im Sachplan erscheinen. »

Hans-Jürg Käser
Berner Regierungsrat

Er habe dem Bund mitgeteilt, dass Lyss nicht in den Sachplan Asyl aufgenommen werden dürfe, sagte der Polizei- und Militärdirektor: «Das ist beim Bund angekommen. Lyss wird nicht im Sachplan erscheinen.» Er antwortete dabei auf zwei Vorstösse zum Thema.

Vor einigen Monaten wurde bekannt, dass der Bund auch den Waffenplatz Lyss in seinen Sachplan Asyl aufnehmen will, um dort gegebenenfalls ein weiteres Bundesasylzentrum einzurichten. Damit wäre das Zieglerspital Bern abgelöst worden. Der Betrieb dort ist bis 2023 befristet.

Dem Bund einen anderen Standort vorzuschlagen hielt Käser nicht für eine gute Idee. Der Kanton Bern habe ein erhebliches Interesse, dass der Bund sein Projekt ohne Verzögerung umsetzen könne, betonte er. Einen ungeprüften, neuen Standort ins zu Spiel zu bringen, würde zu Verzögerungen führen.