Keine spezielle Statistik für eingebürgerte Schweizer

Die Walliser SVP will eingebürgerte Schweizer statistisch erfassen und von gebürtigen Schweizern trennen. Damit erhalte man einen Überblick, wie viele von den Eingebürgerten kriminell seien. Das Walliser Kantonsparlament hat dies klar abgelehnt.

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Bildlegende: Will keine statistische Trennung zwischen eingebürgerten und gebürtigen Schweizern: Walliser Kantonsparlament Keystone

Das Walliser Kantonsparlament hat am Donnerstag eine Motion der SVP abgelehnt, die verlangte, dass eingebürgerte und gebürtige Schweizer getrennt voneinander statistisch erfasst werden.

Die SVP argumentierte, nur so sei herauszufinden, wie hoch der Anteil der eingebürgerten Schweizer unter Kriminellen oder Sozialhilfebezügern sei. Es gehe dabei nicht um Diskriminierung, sondern schlicht um ein besseres Wissen. Die Motion wurde vom Walliser Kantonsparlament mit grosser Mehrheit als diskriminierend abgelehnt.

Das gleiche Parlament nahm kurze Zeit später ein Postulat an, mit der die Einführung eines Rayon-Verbots für kriminelle Asylanten geprüft werden soll. Dieses Postulat kam allerdings aus den Reihen der im Rat immer noch dominierenden C-Parteien.