Kinder und Demenzkranke: Begegnung auf Augenhöhe

Im Kompetenzzentrum für Demenz der Berner Alterswohn- und Pflegeeinrichtung Domicil gibt es eine Spielgruppe. Sechs Kinder und sechs Erwachsene verbringen den Freitagmorgen miteinander. Das regt die an Demenz erkrankten Bewohner ebenso an wie die Kinder im Vorschulalter.

Lebkuchen verzieren. Znüni rüsten. Lieder singen und Plaudern. Sechs alte Menschen mit Demenz treffen im Kompetenzzentrum Demenz der Berner Altenbetreuungs-Organisation Domicil im Berner Bethlehemacker auf sechs Kinder im Vorschulalter - in der Spielgruppe «mitenand».

Betreut werden sie von einer Aktivierungstherapeutin und von einer Spielgruppenleiterin. Verantwortliche bezeichnen dies als Win Win-Situation.

Weil Kinder im Vorschulalter und Menschen mit einer Demenz je über ähnlich ausgeprägte Anteile an Verstand und Fähigkeiten, Emotionen zu äussern, verfügten. So seien Begegnungen auf Augenhöhe möglich.

Zudem würden Kinder in diesem Alter unvoreingenommen und unkompliziert auf die alten Menschen zugehen. Die Betreuungspersonen meinen, das Wesen der Kinder wirke auf die Demenzkranken emotional belebend.

Ausgezeichnetes Projekt

Interventionen mit Menschen mit einer Demenz sind sehr vielfältig. Die Möglichkeiten, Personen mit Gedächtnisverlust Therapie oder einfach nur ein gutes Alltagserlebnis zu bescheren, nehmen in den Betreuungsinstitutionen stetig zu.

Das Setting mit einer im Altersheim integrierten Spielgruppe wurde von der Stiftung Viventis, die sich für Leben und Wohnen im Alter einsetzt, jüngst als besonders innovativ ausgezeichnet.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr.